Ratgeber

Husten, Schnupfen, Heiserkeit Mit grippalem Infekt Steuern sparen

Nicht genug damit, dass der Hals kratzt und die Nase läuft. Nein, auch die entsprechende Medikation des Übels kostet ein kleines Vermögen. Wie man den Fiskus zumindest an der finanziellen Belastung teilhaben lassen kann, verrät der Deutsche Steuerberaterverband.

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Die Höhe der Eigenbelastung richtet sich individuell nach der Höhe des Einkommens.

(Foto: imago/Westend61)

Krank sein geht mitunter ins Geld - und die Winterzeit ist Grippezeit. Für die jährlich zahlreichen Betroffenen nicht nur ein gesundheitlicher Kraftakt, sondern auch finanziell. Betroffene können nach einem Besuch in der Apotheke ein Lied davon singen. Steuerlich können die anfallenden Krankheitskosten aber eine sogenannte außergewöhnliche Belastung darstellen, wie der der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) erklärt.

Außergewöhnliche Belastungen führen im Steuerrecht mitunter zu einer Steuerlastminderung beziehungsweise -erstattung. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die insgesamt im Kalenderjahr aufgewendeten Kosten den zumutbaren Eigenanteil überschreiten. Dieser ermittelt sich in Abhängigkeit der gesamten Einkünfte und liegt beispielsweise bei einer Familie mit drei Kindern und einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro bei 400 Euro.

Der DStV empfiehlt daher, Quittungen und Belege für Krankheitskosten, wie ärztlich verordnete Medikamente, medizinische Behandlungen aber auch Sehhilfen oder Zahnersatz, bereits von Jahresbeginn an gut aufzubewahren. Maßgebend ist stets der Zeitpunkt der Barzahlung oder Überweisung.

Doch auch wenn sich die Kosten innerhalb der zumutbaren Belastung bewegen, kann die Geltendmachung der angefallenen Beträge in der Steuererklärung lohnen. Da regelmäßig Klagen bezüglich der Höhe des zumutbaren Eigenanteils vor den Gerichten anhängig sind, rät der DStV aktuelle Verfahren und Entscheidungen fortwährend zu beobachten oder einen Steuerberater einzubinden.

Um hohen Krankheitskosten von vornherein vorzubeugen, werben viele Krankenkassen mit sogenannten Bonus- und Prämienprogrammen im Rahmen derer sie ihre Versicherten für die Teilnahme an Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen sowie sportlichen Aktivitäten belohnen. Diese Bonuszahlungen sind jedoch einkommensteuerpflichtig und müssen, laut DStV, in der Jahressteuererklärung von den als Sonderausgaben geltend gemachten Krankenversicherungsbeiträgen abgezogen werden. Dies gilt entsprechend für erhaltene Beitragsrückerstattungen. Nicht steuerpflichtig sind hingegen auch anteilig Kostenerstattungen für Leistungen, wie zum Beispiel den Yogakurs oder das präventive Rückentraining.

Quelle: ntv.de, awi

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