Ratgeber

Zu teuer Stromversorger muss nachzahlen

Rund 23.000 Heizstrom-Kunden können sich auf Geld freuen: Das Bundeskartellamt hat den Energieversorger Entega zu einer saftigen Rückzahlung verdonnert. Auch mit hohen Kosten bei der Strombeschaffung ließen sich Entegas Heizstrom-Preise nicht rechtfertigen, fanden die Preiswächter.

Vor allem beim Heizen sparen die Deutschen.

Im Markt für Heizstrom herrscht kaum Wettbewerb.

(Foto: dpa)

Tausende Heizstromkunden können sich auf eine Überweisung ihres Energieversorgers Entega freuen: Das Bundeskartellamt hat das Darmstädter Unternehmen zu einer Rückerstattung in Höhe von insgesamt rund 5 Millionen Euro verpflichtet. Das Unternehmen habe von 2007 bis 2009 von Haushalts- und Kleingewerbekunden missbräuchlich überhöhte Preise verlangt, erklärte die Behörde.

Entega müsse nun rund 23.000 Heizstromkunden durchschnittlich 215 Euro plus Zinsen und Mehrwertsteuer zurückerstatten. Die Entega will gegen die Verfügung Beschwerde beim OLG Düsseldorf einlegen. Sie argumentiert, die Vorwürfe seien unbegründet.

Entega war am teuersten

Im Herbst 2009 hatte das Bundeskartellamt bundesweit Untersuchungen bei 25 Heizstromversorgern eingeleitet. 2010 hatten sich daraufhin Unternehmen zu Rückerstattungen in einer Gesamthöhe von rund 27,2 Millionen Euro, zu Preissenkungen und zu marktöffnenden Maßnahmen verpflichtet. Auch im Vergleich zu diesen Unternehmen war Entega der teuerste Heizstromversorger. Das Bundeskartellamt hat daraufhin geprüft, ob Entega durch die Heizstrom-Lastprofile im Versorgungsgebiet besonders belastet ist. Dadurch ließen sich die Entega-Preise aber nicht vollständig rechtfertigen.

Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt kündigte weiter eine strenge Aufsicht über Heizstrom-Preise an, wie auch über Fernwärme und Wasserversorgung. "Im Heizstrombereich mit seinen monopolistischen Strukturen steckt der Wettbewerb noch in den Kinderschuhen. Die Kunden sind auf ihren Versorger angewiesen, und es bestehen so gut wie keine Wechselmöglichkeiten", moniert Mundt.

Zum Stromanbieter-Vergleich

Quelle: n-tv.de, ino/dpa

Mehr zum Thema