Ratgeber

Neuvorstellungen auf der IFAUmweltschonend waschen

17.08.2009, 10:57 Uhr

Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen und Trockner sind zum zweiten Mal nach 2008 auf der IFA vertreten. Fast alles dreht sich bei der sogenannten Weißen Ware um das Thema Energiesparen.

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Öko Lavatherm Wärmepumpentrockner von AEG. (Foto: Electrolux Hausgeräte Vertriebs GmbH)

In diesem Jahr sind elektrische Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen und Trockner zum zweiten Mal nach 2008 auf der IFA (4. bis 9. September in Berlin) vertreten. Und fast alles dreht sich bei der sogenannten Weißen Ware um das Thema Energiesparen. Bahnbrechende Neuerungen darf der Besucher jedoch nicht unbedingt erwarten.

Vielmehr versuchen die Hersteller, mit Details und Zusatzfunktionen den Energiehunger der Geräte weiter zu bändigen. Denn noch immer sind Haushaltsgroßgeräte nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin für 25 bis 45 Prozent der Stromkosten im Haushalt verantwortlich - obwohl ihr Energieverbrauch seit 1998 schon um 70 Prozent gesunken sei. Wer seinen in die Jahre gekommenen Kühlschrank samt Geschirrspülmaschine, Waschmaschine und Trockner gegen moderne Geräte austauscht, könne Jahr für Jahr etwa 300 Euro für Strom und Wasser sparen.

Kaltwaschgang bei 15 Grad

Mit den neuen "Öko Lavamat"-Waschmaschinen des Herstellers AEG-Electrolux könnte diese Rechnung für Verbraucher noch um einige Euro besser ausfallen. Das "SuperEco Programm" erlaubt es, mit 15 Grad kaltem Wasser zu waschen. "Cold Wash" heißt die neue Technik folgerichtig. Ermöglicht werde sie durch neue Waschmittel mit besonderen Enzymen, erklärt Torsten Urban, Produktmanager von AEG-Electrolux. Die Wäsche soll dabei genauso sauber werden wie bei einem 40-Grad-Waschgang, aber mit 80 Prozent weniger Energieverbrauch.

Weniger Wasser heizen und dadurch Energie sparen will auch Konkurrent Samsung. Statt "Cold Wash" lautet der Slogan hier "Hot Fill": Samsungs neue Warmwassermaschine nutzt Wasser, das von einer Solaranlage erhitzt wurde. Meist komme es mit einer Temperatur von 50 bis 60 Grad aus dem Boiler, die Waschmaschine müsse kaum noch zuheizen, erklärt Samsung-Produktmanager Jörn Jacobi. Auf diese Weise verbrauche die Waschmaschine 50 Prozent weniger Strom.

Kommen die Kleider aus der Maschine, werden sie am energiesparendsten auf der Leine getrocknet. Trockner gehören zu den größten Stromschluckern im Haushalt. Nur Geräte mit Wärmepumpe erreichen die Energieeffizienzklasse A. Das Prinzip funktioniere wie umgekehrter Kühlschrank, erklärt Urban: Ein Kompressor entzieht der Umgebungsluft Wärme und leitet sie in die Trommel.

Wärmepumpentrockner

Im Vergleich zu einem Trockner der Klasse C sparen Wärmepumpen-Modelle laut dena 70 Euro Stromkosten pro Jahr. Das bedeute umgerechnet, dass jeder Trockengang nicht einmal halb so viel kostet. Obwohl Verbraucher für Wärmepumpen-Trocker bei der Anschaffung mehr zahlen müssen als für Kondensations- oder Abluftgeräte, rechneten sie sich innerhalb weniger Jahre. Das neue Modell "Lavatherm Sensidry" von AEG-Electrolux könne die Wäsche dank einem höheren Luftdurchsatz mit einer 25 Grad niedrigeren Temperatur trocknen, sagt Urban. Sie spare damit im Vergleich zum Vorgängergerät noch einmal 21 Prozent Energie.

Bei Haushaltsgeräten steckt der Teufel jedoch oft im Detail. So auch bei den Trocknern: Entfernt der Nutzer nicht nach jedem zweiten Trockengang die Flusen aus den Filtern, könne die Luft nicht mehr frei durchströmen. Dadurch sinke die Energiebilanz eines Wärmepumpengeräts schnell von Klasse A auf Klasse B oder C ab, sagt Tanja Magg, Sprecherin von Siemens. Bei ihren neuen "blueTherm"-Trocknern könne das nicht mehr passieren. Ein Kondensator fange die Feuchtigkeit aus der Wäsche auf und spüle damit die Filter.

Quelle: ntv.de, dpa