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Samstag, 10. Mai 2008

Nachhaltiges Waschen: Sparen und der Umwelt helfen

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Allein in Deutschland werden pro Jahr etwa 100 Milliarden Gedecke Geschirr gespült, ...

Allein in Deutschland werden pro Jahr etwa 100 Milliarden Gedecke Geschirr gespült, ...

Allein in Deutschland werden pro Jahr etwa 100 Milliarden Gedecke Geschirr gespült, ...

... ca. 600.000 Tonnen Waschmittel verbraucht, ...

... rund 6 Milliarden Kilowattstunden Energie fürs Waschen ...

... und etwa 330 Millionen Kubikmeter Wasser benötigt.

Damit bei Alltagstätigkeiten wie Waschen und Spülen auch die Nachhaltigkeit berücksichtigt wird, haben sich seit 2001 Fachleute zusammengefunden.

Hausfrauen- und Hauswirtschaftsverbände sind ebenso vertreten wie Ministerien, die Deutsche Bischofskonferenz, Umwelt- und Verbraucherverbände ebenso wie Universitäten.

Die Botschaft ihres bundesweiten Aktionstages "Nachhaltiges (Ab)Waschen" lautet: Wer beim Wäschewaschen und Geschirrspülen vernünftig handelt, also auf Wasser- und Stromverbrauch achtet sowie Wasch- und Spülmittel entsprechend der Dosieranleitungen einsetzt, ...

... leistet einen wertvollen Beitrag für die Umwelt, die private Haushaltskasse und die Gesundheit.

Pro Person werden in Haushalten in Deutschland durchschnittlich 4 kg Wäsche pro Woche gewaschen, getrocknet und teilweise gebügelt.

Dank der ständigen Weiterentwicklung von Waschmaschinen und Waschmitteln ist das Wäschewaschen heute deutlich preiswerter als früher.

Um seinen jährlichen Wäscheberg zu waschen, muss ein Haushalt heute nur noch circa ein Drittel der Kosten von 1973 aufbringen, so das Statistische Bundesamt.

Im Vergleich zu einer neuen Waschmaschine verursacht ein 15 Jahre altes Gerät in einem 4-Personen-Haushalt im Durchschnitt circa 75 Euro an Mehrkosten für Strom und Wasser pro Jahr.

Darüber hinaus haben Untersuchungen der Universität Bonn ergeben, dass eine neue Waschmaschine beim Einsatz eines 40 °C-Programms für Buntwäsche heute eine Waschleistung erzielt, die mit einem 15 Jahre alten Gerät erst mit dem 60°C-Programm erreicht wird.

Fürs richtige Wäschewaschen gibt es einige einfache Regeln, die auch zu mehr Nachhaltigkeit führen.

Vor dem Waschen sollte die Wäsche sortiert werden, nach weiß, bunt, fein. Dabei auf die Pflegehinweise in den Textilien achten.

Der nachhaltige Hausmann belädt die Waschmaschine möglichst voll, also so, dass die Hand gerade noch über der Wäsche bis an die Rückwand der Trommel kommt. So ergibt sich aus der Reibung der Wäschestücke aneinander bereits eine Reinigungswirkung.

Die Ausnahme sind Fein- und Wollwaschprogramme. Hier schützt der entstehende Schaum die empfindlicheren Wäschestücke.

Das Waschmittel sollte je nach Wäscheart gewählt werden, also Voll-, Color- oder Feinwaschmittel.

Dabei die jeweilige Dosieranweisung beachten, die sich nach dem Härtegrad des Wassers und dem Grad der Verschmutzung der Wäsche richtet.

Die Faustregel lautet, je härter das Wasser und je dreckiger die Wäsche, um so höher der Waschmittelbedarf.

Von den beliebten Flüssigwaschmitteln wird eher abgeraten, da sie doppelt so viele Tenside enthalten wie Pulver.

Für Weiß- und Buntwäsche reicht inzwischen eine Waschtemperatur von maximal 60°C, je nach Verschmutzung genügen aber auch 40 oder sogar 30°C. Das 95°C-Programm kann man getrost vergessen oder für die ganz harten Fälle reservieren.

Um den Strombedarf zu senken, verfügen einige Maschinen über einen Warmwasseranschluss.

Sie mischen sich aus heißem und kaltem Wasser der Hausleitungen die jeweils benötigte Temperatur.

Allein die Einsparungen durch eine sparsame neue Waschmaschine betragen gegenüber einer 10 Jahre alten Maschine für eine vierköpfige Familie 40 Euro im Jahr. Bei einer 20 Jahre alten Maschine sind es sogar bis zu 105 Euro.

Beim Kauf einer neuen Maschine auf jeden Fall Energieeffizienzklasse A kaufen, allerdings unterscheiden sich auch hier die Verbrauchswerte oft noch erheblich.

Auf Wäschetrockner sollte man möglichst verzichten. Sie gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Für die gleiche Wäschemenge brauchen Trockner doppelt so viel Strom wie eine Waschmaschine.

In einem Haushalt verursachen Trockner gut zehn Prozent der Stromkosten. Durchschnittlich wendet ein Vierpersonenhaushalt 75 Euro pro Jahr fürs Wäschetrocknen auf.

Für alle anderen gilt: Trocknen Sie die Wäsche einfach an der Luft. Das spart auch Weichspüler, denn die Wäsche riecht von ganz allein besser.

Im beinahe schon ideologischen Streit, was besser ist, das Geschirr in der Maschine oder per Hand zu spülen, gibt es eine eindeutige Anwort.

Das Spülen mit der Maschine kostet inzwischen fast die Hälfte des herkömmlichen Abwaschens.

Auch hier gibt es einige Faustregeln.

Vor dem Spülen grobe Speisereste in den Abfall entsorgen.

Das Geschirr nicht per Hand vorspülen ...

... und so einräumen, dass die Wasserstrahlen überall hinkommen. Die Maschine gut und voll beladen.

Die Reinigungsmittel und das Spülprogramm nach den Herstellerangaben verwenden. Und schon wäscht man viel nachhaltiger als vorher.

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