Ratgeber

Schutzbriefe im Test Versicherer meist billiger als ADAC

Wenn das Auto eine Panne hat, helfen nicht nur die Automobilclubs. Einen entsprechenden Schutzbrief gibt es auch bei den meisten Autoversicherern und dann oft günstiger, wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat.

Das Wichtigste bei einem Schutzbrief ist, wie schnell im Notfall Hilfe organisiert wird. Foto: Karlheinz Schindler

Das Wichtigste bei einem Schutzbrief ist, wie schnell im Notfall Hilfe organisiert wird.

(Foto: dpa)

Bei Schutzbriefen für die Pannen- und Unfallhilfe sind die Angebote von Versicherungen meist deutlich günstiger als die von Automobilclubs. Das berichtet die Zeitschrift "Finanztest" in ihrer neuen Ausgabe. Mehrere Versicherer verlangen demnach sogar überhaupt keinen Aufpreis für den Schutzbrief.

Der höhere Preis bei den Clubs liegt dem Bericht zufolge am Mitgliedsbeitrag, für den für Alleinstehende mindestens 48 Euro anfallen. Am teuersten ist demnach der Marktführer ADAC mit 84 Euro. Allerdings sind im Clubbeitrag weitere Leistungen enthalten, beispielsweise Beratung beim Autokauf, Unterstützung bei der Urlaubsplanung oder Gratis-Landkarten. Nur der umweltorientierte Club VCD bietet einen Schutzbrief auch ohne Mitgliedschaft ab 29 Euro an.

Bei mehreren Kfz-Versicherungen, die jeder Autofahrer ohnehin abschließen muss, ist die Pannenhilfe dagegen bereits im Vertrag enthalten, darunter Axa, Barmenia, Basler, Rheinland und SV Sachsen. Bei anderen ist er gegen einen geringen Aufpreis von oft nur fünf bis zehn Euro zubuchbar. Wenn Kunden bei der entsprechenden Versicherung allerdings keine Auto­versicherung haben, sind die Versicherungs­angebote deutlich teurer.

Da sich viele Versicherungen bei den Service-Leistungen zusammengeschlossen haben, können sie inzwischen auch ein dichtes Netz von Werkstätten und Pannenhilfs-Fahrzeugen anbieten.

Allerdings lohnt sich der Blick auf das Kleingedruckte. Einige Versicherer bieten den Gratis-Schutzbrief beispielsweise nur für Kasko-Kunden oder für bestimmte Tarife an. Auch gibt es durchaus Versicherer wie etwa Allianz, Concordia oder Ergo, die für die Pannenhilfe noch einmal einen Aufschlag von bis zu knapp 60 Euro verlangen. Auch die Schutzbrief-Leistungen sind unterschiedlich.

Besitzer von Neuwagen sollten zudem prüfen, ob sie überhaupt einen Schutzbrief brauchen. Bei ihnen ist die Pannenhilfe meistens in der Mobilitätsgarantie des Herstellers enthalten.

Quelle: n-tv.de, awi/AFP

Mehr zum Thema