Risiko-LebensversicherungVersorgung der Hinterbliebenen
Die Risiko-Lebensversicherung (RL) kann junge Familien vor dem finanziellen Ruin schützen. Stirbt der Hauptverdiener, stehen viele Angehörige plötzlich vor dem Bankrott. Witwen, Witwer oder Waisen erhalten zwar Geld aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Summe entspricht aber nicht dem Einkommen des Verstorbenen und reicht oft bei weitem nicht aus.
Eine RL-Versicherung ist jedoch keine Geldanlage. Bezahlt wird nur im Todesfall. Der Vertrag kann aber auch dazu dienen, Kredite für die Existenzgründung oder einen Hausbau abzusichern.
Die Höhe der Versicherungssumme und die Laufzeit sollten sich nach dem eigenen Alter und dem Alter der zu versorgenden Familienmitglieder richten. Kinder müssen so lange abgesichert werden, bis sie selbst ein angemessenes Einkommen haben. Die Verbraucherschützer empfehlen eine Versicherungssumme von 200.000 DM. Damit wird über einen langen Zeitraum hinweg eine monatliche Rente mit gleichbleibender Kaufkraft von etwa 1000 DM ermöglicht. Wer für "ältere " Angehörige vorsorgen will, kann Verträge mit niedrigeren Beträgen abschließen.
Angeboten werden auch Risiko-Lebensversicherungen mit "fallender Summe ". Das bedeutet, dass einige Jahre lang ein besonders hoher Betrag, anschließend weniger Geld überwiesen wird. Eine solche Police ist billiger als die Langzeit-Verträge. Von RL-Versicherungen mit einer begrenzten Laufzeit von beispielsweise zehn Jahren raten Verbraucherschützer und der "Bund der Versicherten e.V." ab. Denn: Will der Versicherungsnehmer nach Ablauf seiner alten Police einen neuen Vertrag abschließen, wird er von den Anbietern erneut genauestens unter die Lupe genommen. Diese verweigern oft den Versicherungsschutz, sollte der Antragsteller während der Laufzeit seines alten Vertrages schwer erkrankt sein.