Ratgeber

AusgepresstVier Entsafter im Praxistest

14.05.2009, 07:21 Uhr

Frische, selbstgepresste Säfte schmecken einfach lecker und sind zudem noch richtig gesund. Die Auswahl an Entsafter ist riesig. Wir haben deshalb vier Geräte einem Praxistest unterzogen.

Frische, selbstgepresste Säfte schmecken einfach lecker und sind zudem noch richtig gesund. Doch um den Saft aus Obst und Gemüse zu bekommen, braucht man einen Entsafter. Die Auswahl ist riesig. Wir haben deshalb vier Geräte einem Praxistest unterzogen.

Seit zehn Jahren kreiert Robabeh Küpper in ihrer Vitaminbar Säfte mit klangvollen Namen wie Hot Tomato oder Sommerbrise. Ein Tipp der Expertin schon mal vorweg: Wenn Früchte und Obst beim entsaften nicht kalt sind, gibt es mehr Saft.

Für den Praxistest haben wir uns vier Geräte herausgesucht: den Clatronic für rund 30 Euro, den MP80 von Braun für rund 100 Euro, den Gastroback-Entsafter "Design Juicer Pro" für rund 180 Euro und den Entsafter von Bionika für stolze 419 Euro.

Vergleichen haben wir dabei, wie viel Saft die Geräte bei einer bestimmten Menge Obst und Gemüse liefern, wie laut die Entsaftung ist und wie sich die Maschinen montieren und reinigen lassen.

Ertrag

Bei der ersten Testrunde zeigt sich, dass es kaum Unterschiede gibt. Aus je 500 Gramm Äpfel, Karotten und Sellerie pressen die Entsafter von Clatronic und Gastroback rund 800 ml Saft. Auf etwas mehr bringen es der Braun und der Bionika.

Auffallend beim Test ist die wesentlich langsamere Umdrehungszahl des Bionika-Entsafters. Durch die schonende Verarbeitung sollen so wertvolle Vitamine erhalten bleiben. Im Vergleich zeigt sich auch, dass die hochpreisigen Geräte weniger Schaum beim Entsaften bilden.

Sicherheit und Lautstärke

In punkto Sicherheit haben alle Geräte eine ausreichende Standfestigkeit durch gummierte Füße. Einschaltsicherungen vermeiden zudem, dass sich die Maschinen unkontrolliert in Gang setzen. Während bei den einen Obst kleiner geschnitten werden muss, passt beim Zwei-Stufen-Entsafter von Gastroback auch schon mal die ganze Hand herein. Wer Kinder im Haushalt hat, sollte vom Kauf des Gastroback lieber Abstand nehmen.

Einen großen Vorteil zeigt der Gastroback bei der Geräuschentwicklung. Er ist einer der leisesten Geräte. Besonders laut dagegen ist der Entsafter von Braun.

Montage und Reinigung

Beim Zusammen- und Auseinanderbauen ist die Bionika etwas kniffliger als die anderen Geräte. Ansonsten gibt es aber keine Beanstandungen. Was das lästige Reinigen der Entsafter angeht, sind Gastroback und Braun im Vorteil: Die meisten Einzelteile sind bei niedriger Temperatur für Spülmaschinen geeignet. Beim einfachen Abwaschen zeigt sich jedoch auch, dass die mitgelieferten Spülbürsten bei runden Einzelteilen helfen, bei Kanten und Ecken jedoch ihren Dienst versagen.

Ein eindeutiges Testergebnis fällt schwer. Bei der Kaufentscheidung ist ausschlaggebend, wie häufig man entsaften will. Wer auf den Geldbeutel schaut, kommt auch mit dem Clatronic aus. Wer mehr ausgeben kann, wird auch mit den anderen Geräten seine Freude haben.