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Gift statt Gutes? Warentest warnt vor Kamillentee

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Stiftung Warentest sind einige Teeproben negativ aufgefallen.

(Foto: imago/STPP)

Die einen schwören auf seinen gesundheitlichen Nutzen, anderen schmeckt er einfach - Kamillentee. Doch hoffentlich nicht der der Marke Kusmi Tea. Denn bei diesem Produkt hat die Stiftung Warentest eine Schadstoffbelastung festgestellt - und zwar nicht zu knapp.

Kamillentee ist als Mittel gegen allerhand Zipperlein gefragt oder auch nur wegen des Geschmacks. Doch das Tee nicht per se zu empfehlen ist, hatten bereits Untersuchungen der Stiftung Warentest zu grünem und schwarzem Tee gezeigt. Nun ist den Testern bei einer Stichprobe der Kamillentee der Firma Kusmi Tea besonders negativ aufgefallen.

Demnach enthält das Produkt in der untersuchten Charge einen äußerst hohen Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden. Diese gelangen mutmaßlich über versehentlich mitgeerntete Wildkräuter in den jeweiligen Tee. Einen gesetzlichen Grenzwert für diese Belastung gibt es nicht, mehr als 0,42 Mikrogramm sollte man laut den Testern dennoch nicht aufnehmen, denn die Substanz gilt als potenziell krebserregend und erbgutschädigend.

Der Inhalt eines einzigen Teebeutels von Kusmi Tea enthält bereits 161 Mikrogramm an Pyrrolizidinalkaloiden - also das 380-Fache der langfristig unbedenklichen Tageszufuhr. Deshalb hat sich die Stiftung Warentest schon zwei Monate vor der eigentlichen Veröffentlichung der Testergebnisse von Kamillentee dazu entschlossen, vor dem Produkt der Firma Kusmi Tea zu warnen. 

Hier die genauen Angaben zum betroffenen Tee:

Name: Kusmi Tea Kamille
Verpackung: 20 Teebeutel, 44 Gramm
Mindest­halt­barkeits­datum: 10/2019
Chargen­nummer der Karton-Verpackung: LOT: 161031
Chargen­nummer der Teebeutel: LOT: KUS163121
Preis pro Packung im Online-Shop von Kusmi Tea: 11,40 Euro

Warentest hat unmittelbar nach Entdecken der hohen Schadstoffbelastung reagiert und den Händler, der den Tee für Kusmi in Deutschland vertreibt, über das Testergebnis informiert. Dieser sieht jedoch keinen Handlungsbedarf und ist der Meinung, dass die gefundenen Mengen an Pyrrolizidinalkaloiden gesundheitlich unbedenklich sind. 

Das sehen die Tester anders und raten deshalb vom Verzehr des Produktes ab. Welchen Kamillentee sich Verbraucher bedenkenlos schmecken lassen können, erfährt der geneigte Leser dann in zwei Monaten. 

Quelle: n-tv.de, awi

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