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Handgepäckkoffer sollten leicht und gleichzeitig robust sein.
Handgepäckkoffer sollten leicht und gleichzeitig robust sein.(Foto: dpa)
Donnerstag, 29. September 2016

Warentest zu Handgepäck: Welcher Kabinen-Koffer ist der beste?

Ob Hartschale oder Stoff - beim Kofferkauf gibt es für Reisende einige Auswahlmöglichkeiten und große Preisunterschiede. Stiftung Warentest hat 20 Handgepäck-Koffer getestet. Der Reisende muss dabei nicht immer das Teuerste kaufen, um Qualität zu bekommen.

Ein neuer Handgepäckkoffer kann richtig viel Geld kostet, sogar mehrere Hundert Euro. Die Stiftung Warentest hat nun günstige und teure Kabinen-Koffer im Rahmen von 28 bis 660 Euro getestet und kommt zu dem Schluss: Für einen haltbaren Handgepäckkoffer müssen Flugreisende mindestens 100 Euro ausgeben. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel.

Andersherum sind Premiummodelle für mehrere 100 Euro nicht unbedingt gut, hat die Stiftung Warentest herausgefunden. Das Topmodell für 660 Euro etwa zeigte Schwächen bei der Fallprüfung, die Rollen waren nach einem Sturz aus einem Meter Höhe bei Minusgraden nicht mehr schwenkbar, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "test".

Modelle, die mit der Gesamtenote "gut" abgeschnitten haben waren der "Stratic Unbeatable 2" (160 Euro, Note 2,0), der Tchibo Textilkoffer (40 Euro, Note 2,3), der "Delsey U-Lite Kabinen-Trolley" (139 Euro, Note 2,5) sowie der "Saxolone Blue Alpine (100 Euro, Note, 2,5). Gerade die gute Note des günstigen Tchibo-Koffers überrascht. Diese Handgepäck-Stücke überzeugten im Test mit einer soliden Verarbeitung und einer hohen Haltbarkeit.

Schadstoffe in Griffen

Mit "mangelhaft" wurden dagegen die Handgepäckkoffer "Eminent Noblesse" von Galeria Kaufhof (110 Euro, Note 4,6) sowie der "Samsonite Smarttop Spinner" (169 Euro, Note 4,6) bewertet. Der Grund für das schlechte Abschneiden: Diese beiden Modelle beinhalteten Schadstoffe in den Griffen.

Grundsätzlich müssen sich Reisende beim Kauf zwischen Hartschalen- und Weichschalenkoffern entscheiden. Koffer mit Plastikschale sind in der Regel leicht und stabil. Stöße und Reibungen machen ihnen wenig aus. Weichschalenmodelle aus Polyester oder Polyamid dagegen haben oft Außentaschen für Laptops oder Zeitschriften. Auch lässt sich mehr in sie hineinstopfen. Dass die weichen Koffer nach längerer Benutzung unansehnlich aussehen, konnten die Tester nicht bestätigen. Eine Scheuerprüfung hätten alle Modelle sehr gut überstanden.

Quelle: n-tv.de