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Rheinland-Pfalz & Saarland Hunderte Zentren für Schnelltests legen los

Eine Mitarbeiterin eines Corona-Testzentrums hält ein Stäbchen für einen Rachenabstrich in der Hand. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

(Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild)

Mehr rasche Antigen-Tests sollen helfen, die vorsichtigen Öffnungen im Corona-Lockdown abzusichern. Eine neue landesweite Logistik startet. Sogar ein Drive-in-Angebot ist geplant.

Monsheim/Koblenz (dpa/lrs) - Apotheken, Arztpraxen und andere Orte: Hunderte Zentren für Corona-Schnelltests sind am Montag in Rheinland-Pfalz startbereit gewesen. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: "Testen ist von Beginn an ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Corona: Tests geben uns Sicherheit darüber, wie sich die Infektionen im Land entwickeln, und sie sind wichtig, um Infektionsketten möglichst früh zu unterbrechen."

Laut dem Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz wurden in Rheinland-Pfalz rund 450 Teststellen gemeldet. Manche davon nehmen erst in den kommenden Tagen ihre Arbeit auf. Bätzing-Lichtenthäler sprach von etwa 300 Stellen, die schon seit Montag die für jeden Bürger einmal in der Woche kostenlosen Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus anbieten wollten. "Allein 3700 Helferinnen und Helfer haben sich als Testerinnen und Tester gemeldet - das ist eine beeindruckende Zahl", sagte die Ministerin.

Sie besuchte am Montag mit dem Koordinator des landesweiten flächendeckenden Projektes "Testen für alle", Detlef Placzek, die Teststelle im rheinhessischen Monsheim. Placzek hob laut seiner Sprecherin das Engagement von Kommunen und Hilfsorganisationen hervor: "Nur durch das Zusammenspiel dieser vielen helfenden Hände haben wir diese Mammutaufgabe geschafft." In Koblenz präsentierte Oberbürgermeister David Langner (SPD) ein Testzentrum in der Corona-Ambulanz in einer Sporthalle. Er ließ sich dabei auch selbst testen.

Die Verbandsgemeinden Mendig und Pellenz planen nach eigenen Angaben ein Drive-in-Angebot, das am 13. März auf dem Flugplatz Mendig in der Osteifel an den Start gehen soll. "Die Nutzer haben hier die Möglichkeit, sich bequem aus dem Auto heraus testen zu lassen", hieß es.

Der Bund bezahlt wöchentlich je einen Schnelltests pro Bürger ohne Symptome. Dabei wird ein Nasen- oder Rachenabstrich genommen. Die Probe kommt auf einen Streifen, der schon nach 15 bis 20 Minuten mit einer Verfärbung reagiert. Die getesteten Bürger erhalten eine Bescheinigung. Bei einem positiven Ergebnis müssen sie in Quarantäne, zudem ist dann ein PCR-Test zur Bestätigung Pflicht. Bei einem negativen Ergebnis könnten sich für die Getesteten mit der Bescheinigung künftig Zugänge zu bestimmten Dienstleistungen und anderen Angeboten eröffnen. Unabhängig davon verkaufen Handel und Apotheken Selbsttests für zu Hause an - eine Bescheinigung über das Ergebnis gibt es dabei nicht.

Die ehrenamtlichen Helfer in den Teststationen sind laut Landesregierung in der Regel eine halbe Stunde lang online geschult worden. Weiter heißt es: "Alle freiwilligen HelferInnen werden in dem für sie nächstgelegenen Impfzentrum mit dem Impfstoff der Firma Astrazeneca geimpft."

© dpa-infocom, dpa:210307-99-726577/4

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