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Harte Folgen bei Steuererhöhung? Griechischer Tourismus befürchtet Einbußen

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Der Tourismusverband befürchtet, dass bei Preiserhöhungen weniger Urlauber kommen.

(Foto: imago/Lindenthaler)

Die geplanten Steuererhöhungen könnten dem Tourismus in Griechenland wehtun, das befürchtet jedenfalls der Chef des griechischen Tourismusverbandes. Preiserhöhungen für Museen und Dienstleistungen könnten das Geschäft verhageln.

Eigentlich könnte alles für den griechischen Tourismus rosig sein: Die Hotels sind im Sommer gefüllt, viele Menschen, die zuvor Türkei- oder Ägypten-Stammgäste waren, sind in diesem Jahr Griechland-Urlauber. Das Land kann in der aktuellen Sicherheitslage - im Gegensatz zu anderen Ländern - profitieren. Doch trotz der guten Hotelauslastung in der Ferienzeit befürchtet die Griechische Tourismusbranche die geplanten Steuererhöhungen. Nach Rekordergebnissen im vergangenen Jahr fürchtet sie in diesem Jahr Einbußen. 

Unter dem Druck der Gläubiger würden erneut die Preise für Übernachtungen, Getränke, Eintrittsgelder für Museen und andere tourismusrelevante Produkte und Dienstleistungen steigen, zitierte die Athener Tageszeitung "Kathimerini" den Chef des griechischen Tourismusverbandes, Andreas Andreadis. 

"40 Prozent der Hotels kämpfen"

Andreadis zufolge zeigen Studien, dass bereits rund 40 Prozent der griechischen Hotels und Pensionen ernsthaft ums Überleben kämpften. In diesem Kontext kritisierte er vor allem die Pläne der Regierung, eine Art Übernachtungspauschale zu verabschieden. Der Tourismus trägt in Griechenland rund 25 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei.

Ein möglicher Rückgang könnte das hoch verschuldete Land noch weiter schwächen. Andreadis warnte der "Kathimerini" zufolge, dass die geplanten Sparmaßnahmen dazu beitragen könnten, die Sparziele des Landes zu verfehlen. Die griechische Regierung verabschiedet derzeit eine Steuererhöhung und Sparmaßnahme nach der anderen, weil sie sich gegenüber den Gläubigern des Landes zu Einsparungen in Höhe von 5,4 Milliarden Euro verpflichtet hat. Nur wenn das Sparpaket steht, kann Griechenland mit weiteren Hilfsmilliarden rechnen.

Quelle: ntv.de, sgu/dpa