Reise

Kaum Gefahr für Tunesien-Urlauber Keine Touristenzentren betroffen

Trotz der sozialen Unruhen in Tunesien besteht laut Auswärtigem Amt derzeit keine Gefahr für Urlauber, da die Ausschreitungen sich nicht gegen westliche Touristen richteten. Für Algerien hingegen hat das Auswärtige Amt eine Teilreisewarnung ausgegeben. Bisher verzeichnen die großen Reiseveranstalter keine Stornierungen, nur "vereinzelte Nachfragen".

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Tunesische Urlaubsorte wie die Insel Djerba sind laut Auswärtigem Amt von den innenpolitischen Unruhen nicht betroffen.

Die blutigen Unruhen in Tunesien sind nach Ansicht des Auswärtigen Amtes (AA) derzeit keine Gefahr für Touristen in den beliebtesten Feriengebieten des Landes. Die Ausschreitungen seien innenpolitisch bedingt und richteten sich nicht gegen westliche Touristen, erklärte ein Sprecher in Berlin. Urlaubsorte wie die Insel Djerba seien nicht betroffen, die Polizei schirme sie weiträumig ab. Die Ausschreitungen konzentrierten sich auf die weit entfernte Provinz Sidi Bouzid im Zentrum des Landes.

Aber auch in Städten wie Tunis und Sousse sei es zu Unruhen gekommen. Urlauber sollten deshalb alle Demonstrationen meiden und sich an die weiträumigen Absperrungen der Polizei halten. Nach Angaben eines Oppositionspolitikers wurden bei den Unruhen 20 Menschen erschossen, die französische Zeitung "Le Monde" berichtete von 23 Toten. Grundsätzlich rät das Auswärtige Amt von Reisen in die Sahara im Grenzgebiet zwischen Tunesien und Algerien südwestlich der Senke Chott el Jerid ab.

Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes

Auch in Algerien sind bei Protesten gegen hohe Lebensmittelpreise mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Sicherheitslage verschärft sich dadurch aber kaum weiter, denn für Algerien hat das Auswärtige Amt ohnehin schon eine Teilreisewarnung ausgegeben. Gewarnt wird vor Reisen in die Grenzregionen zu Mauretanien, Mali und Niger sowie an die südöstliche Landesgrenze zu Libyen.

Derzeit bietet laut Torsten Schäfer vom Deutschen Reiseverband (DRV) in Berlin kein Veranstalter an, gebuchte Reisen nach Tunesien kostenlos umzubuchen oder zu stornieren. Wer seinen Urlaub jetzt absagen will, sollte sich an seinen Veranstalter wenden.

Reiseverband: Keine Stornierungen

Trotz der Unruhen in Tunesien verzeichnen die führenden Reiseveranstalter in Deutschland keine Stornierungen. Es gebe lediglich "vereinzelte Nachfragen" von Kunden, die sich über die Lage informieren wollen, sagte ein Sprecher des Deutschen Reiseverbandes in Berlin mit Verweis auf eine Umfrage unter mehreren großen Veranstaltern.

Laut Reiseverband haben die Anbieter ihre Reisegäste vor Ort über den neuen Sicherheitshinweis informiert. Bei einem Reisehinweis haben Urlauber grundsätzlich keinen Anspruch auf kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen. Eine kostenlose Stornierung ist nur möglich, wenn das Auswärtige Amt eine offizielle Reisewarnung für ein Land herausgibt.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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