Reise

Von Moskau an die Côte d'Azur Luxuszug fährt wieder nach Nizza

Erstmals seit 1914 gibt es wieder eine direkte Zugverbindung zwischen Russland und Frankreich. Vor dem Ersten Weltkrieg fuhr vor allem die Zarenfamilie auf der Strecke Moskau-Nizza, um sich an der südfranzösischen Küste zu erholen. Nun kann das jeder tun, der mindestens 1200 Euro übrig hat.

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Christian Estrosi, Bürgermeister von Nizza und Industrieminister, begrüßt die Jungfernfahrt-Passagiere persönlich.

(Foto: AP)

Zwischen Frankreich und Russland gibt es nach fast 100 Jahren wieder eine exklusive Zugverbindung. In rund 52 Stunden verbindet der neue Luxuszug Moskau mit Nizza. Von den zwölf Waggons sind drei für die Luxusklasse und sechs für die erste Klasse reserviert.

Der Reisezug durchquert auf seiner mehr als 3300 Kilometer langen Strecke unter anderem Weißrussland, Polen, Österreich und Italien und hält in Städten wie Minsk, Warschau, Wien, Mailand und Genua.

Nur einmal wöchentlich

Noch fährt der Zug zwischen der russischen Hauptstadt und der Stadt an der Côte d'Azur einmal pro Woche. Die Bahnreise im Luxusabteil mit eigener Dusche und großem Bett gibt es ab 1200 Euro. Die Verbindung wird von Russian Railways betrieben. Um einen anspruchsvollen Service zu gewährleisten, mussten die russischen Zugbegleiter ein strenges Auswahlverfahren durchlaufen. Nicht nur Englisch- und Französisch-Kenntnisse werden verlangt, sondern auch tadellose Manieren.

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Nach langer Fahrt: Angestellte der "Russian Railways" nach der Ankunft in Nizza.

(Foto: AP)

Zuletzt fuhren vor rund einem Jahrhundert bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 Züge von Moskau nach Nizza. Vor dem Ersten Weltkrieg fuhren vor allem Mitglieder der Zarenfamilie auf der Strecke, um sich an der südfranzösischen Küste zu  erholen.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP