Reise

Vorsicht wegen Schweinegrippe Reisen nach Mexiko gestrichen

Die Reiseveranstalter der TUI und von Thomas Cook bieten wegen der Schweinegrippe vorerst keine Reisen mehr nach Mexiko-Stadt an. Dertour und Meier's Weltreisen ändern ihre Mexikoprogramme dagegen zur Zeit nicht.

In Mexiko war die Zahl der Grippetoten bis zum 26. April auf über 100 gestiegen. Das Umgehen von Mexiko-Stadt gilt für die Marken der TUI-Gruppe zunächst bis zum 4. Mai. Auch bei Rundreisen werde die mexikanische Hauptstadt nicht mehr angefahren, sagte TUI-Sprecher Mario Köpers in Hannover.

Bei den Thomas-Cook-Marken (Neckermann, Thomas Cook Reisen) wird Mexiko-Stadt ebenfalls bei Rundreisen ausgespart. Stattdessen werden Aufenthalte an anderen Orten des Programms verlängert, sagte Sprecherin Nina Kreke in Oberursel (Hessen). Betroffen sind zunächst zehn Gäste, die am morgigen Dienstag nach Mexiko reisen sollen.

Gebührenfreie Umbuchungen

Die große Mehrzahl der rund 1000 TUI-Gäste in Mexiko halte sich allerdings nicht in den von der Schweinegrippe betroffenen Regionen auf, sagte Köpers. Fast alle sind auf der Halbinsel Yucatn untergebracht, rund 1200 Kilometer östlich der Hauptstadt. Dort seien bisher keine Infektionsfälle bekannt, sagte Köpers. Die Verunsicherung deutscher Urlauber werde aber mit Sicherheit zunehmen. Daher biete die TUI für ganz Mexiko gebührenfreie Umbuchungen an.

Das ist bei Thomas Cook anders - dort gibt es auch auf Yucatn mit der Urlauberhochburg Cancun keine Änderungen. "Unsere Reisenden haben da nichts zu befürchten", sagte Kreke. Allerdings sei das Unternehmen in der Lage, schnell zu reagieren, sollte die Situation sich ändern. Man beobachte genau die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.

Bei Dertour und Meier's Weltreisen finden alle Reisen wie geplant statt, sagte Firmensprecherin Andrea Probst in Frankfurt. Dies gelte auch für Mexiko-Stadt. Richtschnur für diese Entscheidung sei die Einschätzung des Auswärtigen Amtes, das bislang nicht generell vor Reisen nach Mexiko gewarnt hat. Die touristischen Regionen seien bisher von dem Virus nicht betroffen. "Wir sehen deshalb noch keine Veranlassung, Reisen abzusagen oder Umbuchungen anzubieten."

TUI-Gäste könnten laut Köpers zum Beispiel nach Florida oder in die Karibik ausweichen. Auch dem Wunsch nach einer vorzeitigen Abreise aus Mexiko werde nach Möglichkeit entsprochen. Die Regelung, kostenlose Umbuchungen anzubieten, gilt aber noch nicht für Reisen in andere Länder, in denen der Virus bereits festgestellt wurde, etwa für die USA. Der Krisenstab des Reiseveranstalters behalte die Entwicklung aber auch dort im Blick.

Für Fragen hat die TUI eine Service-Hotline geschaltet, unter der Telefonnummer 0511 / 5 67 80 00

Quelle: ntv.de