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Viel erreicht mit wenig Geld Tallinn kehrt zum Meer zurück

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Alt und Neu: Blick auf die estnische Hauptstadt Tallinn.

(Foto: dpa)

Seit 1985 erhält jährlich mindestens eine europäische Stadt den Titel "Kulturhauptstadt Europas". In diesem Jahr war es unter anderem Tallinn in Estland. Die Stadt setzte auf ihre zuvor lange Zeit vernachlässigte Ostseeseite - und verzeichnete "ein absolutes Rekordjahr", was Besucher betrifft. Dabei konnte Tallinn nur über ein kleines Budget verfügen.

Tallinn betonte als Europäische Kulturhauptstadt 2011 die lange vernachlässigte Seeseite - unter dem Motto "Geschichten am Meer" zog sich das Verhältnis der alten Hansestadt zum Meer wie ein roter Faden durch die rund 7000 Veranstaltungen. Dazu wurde mit einer neuen Hafenpromenade samt Meeresmuseum und dem "Kulturkilometer" das von Cafés in Seefrachtcontainern umsäumte Herzstück des Kulturhauptstadtjahres, das innerstädtische Ostseeufer, neu belebt. Für andere Infrastrukturprojekte fehlte das Geld: Das Budget war mit 17 Millionen Euro klein.

Deshalb setzte Tallinn vor allem auf die Kreativität seiner 400.000 Einwohner. Von den über 250 umgesetzten Projekten ist die Mehrzahl von den Bürgern der Stadt eingereicht worden. "Wir haben mit wenig Geld viele innovative und zukunftsträchtige Projekte realisiert, von denen einige auch in den kommenden Jahren noch Tallinns Kulturleben bereichern werden", sagt Maris Hellrand vom Organisationsbüro und verweist auf die "Tallinn Music Week" oder die Triennale "Eksperimenta!".

Die Gesamtzahl der Besucher bis Ende Oktober wurde von den Veranstaltern mit 1,5 Millionen beziffert. Die meisten Übernachtungsgäste stammten aus dem Ausland. Dazu kamen Tagesbesucher aus Finnland oder Schweden. "Das ist ein absolutes Rekordjahr", sagt Hellrand. Auch bei Übernachtungen deutscher Touristen wurde ein deutlicher Zuwachs verzeichnet.

Quelle: n-tv.de, dpa

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