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Vor- und NachteileNulleinspeisung beim Balkonkraftwerk: Was steckt dahinter?

17.07.2026, 16:16 Uhr
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Ein Balkonkraftwerk mit Nulleinspeisung kann die Stromrechnung senken. Doch worauf kommt es hier an? (Foto: Imago Images)

Ein Balkonkraftwerk zu nutzen, ohne dabei überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen, kann für Besitzer ein interessantes Konzept sein. Schließlich wird so das Maximum aus der Anlage rausgeholt. Es gibt jedoch Dinge zu beachten.

Von Nulleinspeisung ist die Rede, wenn überschüssiger Solarstrom aus dem Balkonkraftwerk nicht ins öffentliche Netz gelangt, sondern vollständig im eigenen Haushalt genutzt oder gespeichert wird. Dadurch lässt sich die Eigenverbrauchsquote erhöhen und der Strombezug aus dem Netz reduzieren. Das kann die Stromkosten senken und die Abhängigkeit von steigenden Energiepreisen verringern. Allerdings funktioniert das Prinzip nur unter bestimmten technischen Voraussetzungen. Was muss beachtet werden?

Nulleinspeisung bei PV: Ohne Stromspeicher geht nichts

Wenn der Strom nicht ins öffentliche Netz soll, muss er trotzdem irgendwohin, wenn es nicht genug Verbraucher gibt. Die Lösung: ein Stromspeicher. Diese "Akkus" lagern die zu viel produzierte Energie ein und stellen sie später wieder zur Verfügung, wenn aus dem Balkonkraftwerk kein Strom kommt, etwa nachts. Wichtige Kennzahl ist hier die Kapazität.

Beim Anbieter kleines Kraftwerk gibt es derzeit zum Beispiel Komplettsets mit der Anker Solix Solarbank 3 Pro. Hier schürt der Händler ein Paket aus vier bifazialen Solarmodulen mit insgesamt 1.000 Watt Peak (Wp) Leistung. Der Anker-Speicher verbindet dabei einen 2,7-Kilowattstunden-Akku und den notwendigen 800-Watt-Wechselrichter in einem Gehäuse. Zusätzlich gibt es eine Notstrom-Steckdose und umfängliche Smart-Funktionen für die gezielte Einspeisung ins Hausnetz.

  • 1.000 Wp Solarleistung

  • 2,7 kWh Kapazität, erweiterbar

  • Wasser- und staubdicht

  • Bis zu 6.000 Ladezyklen

  • Modul-Halterungen gegen Aufpreis (99 Euro)

  • Inklusive Smart Meter

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Hinweis: Die Preise sind volatil und die Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, haben die Händler sie nach Veröffentlichung des Artikels geändert.

Herzstück der Nulleinspeisung: Der Smart Meter

Damit die Nulleinspeisung komfortabel funktioniert, braucht es vor allem einen Smart Meter. Dieses Gerät misst die aktuelle Stromproduktion sowie den Verbrauch in Echtzeit und ist damit das Herzstück des Energiemanagementsystems. Denn nur so kann gewährleistet werden, dass der produzierte Strom effizient genutzt und überschüssige Energie in den Solarspeicher abgegeben wird. Smart Meter wie den von Anker Solix gibt es etwa bei Amazon für knapp unter 100 Euro. Allerdings sollte die Kompatibilität mit dem gegebenenfalls vorhandenen Speicher geprüft werden. Praktisch: Beim Komplettset von Kleines Kraftwerk liegt das Gerät bereits bei.

  • Misst Stromerzeugung und -verbrauch in Echtzeit

  • Verbindung via Bluetooth oder WLAN

  • Energiemanagement per App

  • Für Solarbank 2 und 3 Pro

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99,00 €

Worauf es bei der Nulleinspeisung beim Balkonkraftwerk ankommt

Bevor Geld in die Hand genommen wird, um mit dem Balkonkraftwerk eine Nulleinspeisung zu erreichen, sollte zunächst der Eigenverbrauch gecheckt werden. Denn nur wer überhaupt regelmäßig mit seinem Balkonkraftwerk mehr Strom produziert, als er verbraucht, profitiert auch wirklich davon, den Strom nicht ins Netz abfließen zu lassen. Bei der teuersten Komponente – dem Speicher – ist zudem die richtige Kapazität wichtig. Fällt die am Ende zu gering aus, kann es sein, dass der Speicher zu schnell voll ist, keinen überschüssig produzierten Strom mehr aufnehmen kann und dieser dann doch ungenutzt ins öffentliche Netz abfließt.

Quelle: ntv.de