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Motorrad-Pilot Drössiger stürzt Al-Attiyah rast bei Rallye Dakar zum Sieg

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Die Rallye Dakar gilt als das härteste Langstreckenrennen der Welt.

(Foto: AP)

Die Favoriten Stéphane Peterhansel und Sébastien Loeb kommen noch nicht in die Gänge, dafür ist Nasser Al-Attiyah zur Stelle. Er gewinnt in seinem Toyota die erste von 14 Etappen der Rallye Dakar. Der einzige deutsche Teilnehmer ist schon aus dem Rennen.

Der zweimalige Gesamtsieger Nasser Al-Attiyah hat die Auftaktetappe der 40. Rallye Dakar gewonnen. Der 47-jährige Katari benötigte im Toyota Hilux 21:51 Minuten für die 31 Kilometer lange Wertungsprüfung, die am Ende des 273 Kilometer langen Tagesabschnitts von Lima nach Pisco in Peru stand. Der erfahrene Pilot, der die Marathon-Rallye 2011 und 2015 gewonnen hatte, spielte seine Stärken in den Dünen aus.

Al-Attiyahs Vorsprung auf den zweitplatzierten Niederländer Bernhard ten Brinke im Toyota betrug 25 Sekunden. Dritter wurde der Peruaner Nicolas Fuchs (Borgward/+ 34 Sekunden). Einen ersten Dämpfer erhielten die hochgehandelten Peugeot um Titelverteidiger und Rekordchampion Stéphane Peterhansel. Der Franzose kam in seinem 3008 DKR in 24:07 Minuten als bester Fahrer seines Teams ins Ziel und verpasste eine Top-10-Platzierung.

Noch schlechter lief es für den neunmaligen WRC-Champion Sébastien Loeb aus Frankreich, der 27:28 Minuten benötigte. Bester Fahrer des deutschen Teams X-raid war US-Debütant Bryce Menzies, der im Mini JCW Buggy in 22:29 Vierter wurde. Menzies' Teamkollege Nani Roma (Spanien/22:44), Dakar-Sieger von 2014, wurde Fünfter. Der deutsche Beifahrer Dirk von Zitzewitz mit seinem südafrikanischen Piloten Giniel de Villiers im Toyota Hilux (22:45) landete auf dem sechsten Rang.

Rallye für Drössiger früh beendet

Der Portugiese Andre Villas-Boas, früherer Fußballtrainer des FC Porto und des FC Chelsea, kam als prominentester Neueinsteiger 11:01 Minuten hinter dem Sieger ins Ziel. Für den einzigen deutschen Fahrer, den 53 Jahre alten Motorrad-Piloten Jürgen Drössiger aus Aachen, war das Rennen nach einem Sturz frühzeitig beendet. Drössiger kam ins Krankenhaus, soll nach ersten Angaben der Veranstalter aber keine schweren Verletzungen erlitten haben.

Die zweite Etappe an diesem Sonntag führt über einen 279 Kilometer langen Rundkurs durch die Dünenlandschaft um Pisco. Insgesamt sind bis zum Ziel in Cordoba in Argentinien fast 9000 Kilometer in 14 Etappen zu bewältigen. Der gefährliche Klassiker führt die Autos, Motorräder, Quads und Trucks und durch Peru, Bolivien nach Argentinien. Am 20. Januar werden in Córdoba die Sieger gekürt. "Wir werden die Welt überraschen mit den ersten Etappen in Dünen und Sand", hatte Rallye-Chef Etienne Lavigne gesagt. Die Piloten würden mit neuen Schwierigkeiten konfrontiert.

Es ist die 40. Auflage. Seit 2009 findet die ursprünglich in Afrika ausgetragene Wüstenrallye in Südamerika statt, unter anderem wegen der Terrorgefahr in Afrika. Nach sechs Etappen in Peru geht es über die Anden in das bolivianische Hochplateau Altiplano und weiter in Richtung des größten Salzsees der Welt, des Salar de Uyuni. Die längste Etappe ist 927 Kilometer lang. Insgesamt sind 337 Fahrzeuge gemeldet: 190 Motorräder und Quads, 105 Autos, 42 Trucks.

Quelle: n-tv.de, ino/sgi/dpa/sid

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