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"Biggest Drama-Queen ever" Andreescu raubt Kerber Sieg und Nerven

Nach ihrer jüngsten Finalniederlage gegen Supertalent Bianca Andreescu hat Tennisstar Angelique Kerber in Miami die Chance zur Blitzrevanche. Nur: Nutzen kann Kerber die nicht. Sie verliert erneut gegen die 18-Jährige - und nach dem Match auch verbal die Fassung.

Angelique Kerber versuchte erst gar nicht, ihre schlechte Laune zu verbergen - erst recht nicht vor ihrer Bezwingerin. Sie war stinksauer, und das durfte nach ihrer Drittrundenpleite gegen die Kanadierin Bianca Andreescu beim Hartplatzturnier in Miami ruhig jeder mitbekommen. Dem Matchball folgten ein böser Blick und ein eisiger Handschlag, garniert mit wenig schmeichelhaften Worten.

"Biggest Drama-Queen ever", zischte Kerber der erst 18-Jährigen ins Gesicht, die gegen die Deutsche schon am vergangenen Wochenende im Finale von Indian Wells triumphiert hatte. Nun verlor Kerber in Miami erneut gegen das Supertalent und hinterher auch ihre Fassung. Andreescu, die in Indian Wells noch zwei Wangenküsschen von Kerber erhalten hatte, wollte den Vorfall am Netz nicht groß kommentieren. Sie sei sich gar nicht sicher, was Kerber genau gesagt hat, meinte sie und versicherte: "Ich werde mein Tennis sprechen lassen."

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Andreescu ließ sich während des Spiels an der Schulter behandeln - und zog sich damit den Unmut von Kerber zu.

(Foto: USA TODAY Sports)

Der Grund für Kerbers Ärger war offenbar: Während der Partie hatte sich Andreescu an der Schulter behandeln lassen, auch in Indian Wells hatte sie angeschlagen gewirkt - und  doch noch gewonnen. Für Kerber, die sich nach einem 1:4 im zweiten Satz zurückgekämpft hatte, war das anscheinend etwas zu viel Drama.

Zverev scheitert früh

Dagegen nahm Alexander Zverev sein Zweitrunden-Aus beim Hartplatzturnier in Florida sportlich. Der Weltranglistendritte unterlag im Generationenduell dem 36 Jahre alten Spanier David Ferrer 6:2, 5:7, 3:6. Am Netz gratulierte Zverev seinem Kontrahenten herzlich. Ferrer wird nach der Sandplatzsaison seine Karriere beenden.

Für den gebürtigen Hamburger endete das erste Saisondrittel dennoch enttäuschend. Vor allem das "Sunshine-Double" mit den Masters-Turnieren in Indian Wells und Miami verlief alles andere als nach Plan. Von einem Infekt beeinträchtigt gelang Zverev nur ein Sieg. Zudem machte der 21-Jährige, der in Miami im vergangenen Jahr noch das Finale erreicht hatte, den Rechtsstreit mit seinem Manager öffentlich Die Auseinandersetzung wird ihn noch eine Weile beschäftigen.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid