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Video zeigt zweites Pinkelgate Andy Murray darf nicht auf Toilette und schäumt vor Wut

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Es zwickte.

(Foto: picture alliance / Xinhua News Agency)

Bei den Australian Open steht zum zweiten Mal ein Toilettengang im Fokus - beziehungsweise diesmal einer, der nicht erfolgt. Andy Murray will bei seinem Fast-Sechs-Stunden-Match gegen Ende ein Geschäft erledigen, darf aber nicht und schmettert der Unparteiischen seinen Frust entgegen.

Es lief für Andy Murray bei seinem Wahnsinnssieg gegen Thanasi Kokkinakis bei den Australien Open - nur nicht in einer Hinsicht. Er durfte nämlich nicht auf die Toilette, als er offenbar ganz dringend musste. Die Unparteiische verwehrte ihm eine zweite Toilettenpause im Match, wie unter anderem "CNN" berichtet. Auch wenn das Match fast sechs Stunden dauerte, gab es keine Gnade für ihn. Videoaufnahmen zeigen den Tennisstar beim gewaltigen Fluchen - und damit beim zweiten Pinkelgate des Turniers nach dem von Novak Djokovic.

"Weißt Du was", fährt Murray die Schiedsrichterin an, "Ich respektiere die Regeln. Es ist so respektlos, dass das Turnier uns bis drei, verdammt vier Uhr morgens hier draußen hat und wir nicht pissen dürfen. Das ist ein Witz, das ist ein Witz und das weißt Du auch. Es ist respektlos Dir gegenüber, es ist respektlos gegenüber den Ballkindern, respektlos gegenüber den Spielern und wir dürfen nicht auf die Toilette. Es ist lächerlich."

Die während des Matches geäußerte Kritik greift also bereits das auf, worin Murray nach dem Match noch einmal nachlegte. Nämlich seine Ablehnung der Spielzeiten, die dazu führen, dass Matches teils erst am frühen Morgen enden. Während der Turnierchef Craig Tiley die zeitliche Organisation in den australischen Medien verteidigte, bekam Murray Zuspruch etwa von Boris Becker oder Roddick, der zu Murrays Pinkelschelte auf Twitter schrieb: "Korrekt, das ist so dumm."

Letztendlich wird die Pinkelschelte nur eine Randnotiz bleiben - insbesondere angesichts der sportlichen Leistung von Murray bei seinem 4:6, 6:7 (4), 7:6 (5), 6:3, 7:5-Sieg im Duell mit dem Australier Kokkinakis. Das Match dauerte nämlich fast sechs Stunden, und der 35-Jährige bestritt es mit seiner Metallhüfte, die ihm erst vor wenigen Jahren eingesetzt wurde.

Durch Murrays Fluchen auf dem Platz gerieten Toilettengänge während der diesjährigen Australian Open nicht zum ersten Mal in den Fokus. Nachdem Tennisstar Novak Djokovic bei seinem Auftaktsieg einen Toilettengang im ersten Satz absolviert hatte, gab es zunächst Vorwürfe, dieser sei unerlaubt erfolgt. Doch Djokovic wehrte sich gegen diese Anschuldigung.

Auch für Murray gab es zumindest ein minimal versöhnliches Ende. Die Unparteiische hörte sich seine Worte an und nickte sehr verständnisvoll.

Quelle: ntv.de, mpe

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