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Nach Wahnsinnsturnier Andy Murray mit Breitseite gegen Hüftdoktor

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Murray erkämpft sich einen Ball im Match gegen Agut.

(Foto: REUTERS)

Mit seinen 35 Jahren hat Andy Murray bei den Australian Open ein beeindruckendes Turnier hingelegt. Nun ist er ausgeschieden - hat aber noch etwas zu sagen. Auslöser ist die Begegnung mit einem Arzt, der ihm einst den Profisport nicht mehr zutraute.

Zwar ist Andy Murray nun in der dritten Runde der Australien Open mit 1:6, 7:6 (9:7), 3:6, 4:6 gegen Roberto Bautista Agut ausgeschieden, doch seine Leistung und besonders das vorherige Match werden in Erinnerung bleiben.

Sein Fünf-Satz-Match in der zweiten Runde gegen den Australier Thanasi Kokkinakis dauerte nämlich fast sechs Stunden. Es endete mit 4:6, 6:7 (4), 7:6 (5), 6:3, 7:5-Sieg. Ein weiterer bemerkenswerter Fakt: der 35-jährige Murray bestritt es mit seiner Metallhüfte, die ihm erst vor wenigen Jahren eingesetzt wurde.

Dies betont Murray nun noch einmal selbst in einem Tweet - inklusive einer Breitseite gegen einen Doktor, der ihm einst eine düstere Prognose stellte. Mit einer kleinen Anekdote eines Wiedersehens. Murray schreibt: "Vor zwei Tagen traf ich zufällig den Arzt, der mir 2017 sagte: 'Die gute Nachricht ist, dass das Problem, das Sie in Ihrer Hüfte haben, behoben werden kann, aber Sie werden nicht mehr in der Lage sein, Profisport zu betreiben.' Ich denke, wir haben diesen Mythos in den letzten 5 Tagen ausgeräumt."

Zweifelsohne hat Murray diesen Mythos im Turnier, und vor allem im Mega-Match gegen Kokkinakis ausgeräumt. Auch wenn Murrays Hüfte gut mitmachte, blieb er dann im folgenden Match gegen Bautista Agut nicht ganz beschwerdefrei. Er sprach nach dem Ausscheiden von Problemen im unteren Rücken.

Diese könnten womöglich auch noch eine Nachwirkung aus dem Duell mit Kokkinakis sein. Murray duellierte sich nämlich nicht nur 5 Stunden und 45 Minuten mit Kokkinakis, sondern bezwang ihn letztendlich auch erst um 4.05 Uhr am frühen Freitagmorgen australischer Ortszeit. Am Samstagabend ging es dann direkt wieder ran gegen Agut. Nicht wirklich viel Regenerationszeit.

Über Matches, die so angesetzt sind, dass sie bis in die Morgenstunden dauern, übte Murray dann auch eine generelle Kritik, die vielfach aufgegriffen wurde. Hierzu bekam er Zuspruch, unter anderem von Boris Becker.

Quelle: ntv.de, mpe

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