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Spielunterbrechung in Leverkusen Ärger über Eintracht-Chaoten

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Frankfurter Fans zündeln, zahlen muss aber wohl Bayer Leverkusen.

(Foto: REUTERS)

Das Spiel zwischen Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt ist erst 15 Minuten alt, da verlassen die Spieler schon den Platz. Auslöser sind die Eintracht-Fans, die Silvester-Raketen auf das Spielfeld schießen. Beiden Clubs droht nun eine Strafe.

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Für mehrere Minuten unterbrach Schiedsrichter Stark die Partie.

(Foto: dapd)

Das Bundesligaspiel zwischen Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt ist für fünf Minuten unterbrochen worden, weil aus dem Frankfurter Fan-Block Feuerwerkskörper auf den Rasen geworfen worden waren. Schiedsrichter Wolfgang Stark schickte beide Mannschaften nach einer Viertelstunde Spielzeit beim Stand von 0:0 in die Kabine. Auf den Rängen war bis zu diesem Zeitpunkt auch Pyrotechnik entzündet worden.

Die große Mehrheit der 28.762 Zuschauer war über die mit "Spielverderber"-Rufen bedachten, einschlägig bekannten Frankfurter Anhänger entsetzt. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der mit Bundestrainer Joachim Löw auf der Tribüne saß, sah konsterniert zu. Die Sicherheitsdiskussion im Fußball wird weitergehen.

Die Empörung über die Spielunterbrechung war größer als die Freude über den souveränen Bundesliga-Rückrundenstart. "15, 20 Leute bringen den Fußball in Verruf", schimpfte Bayer-Chef Wolfgang Holzhäuser. "Es ist extrem unangenehm und sehr deprimierend. Diese Gruppe hat kein Interesse am Fußball", sagte Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen nach dem 1:3 (0:2) bei Bayer Leverkusen über das Abbrennen von Feuerwerkskörpern, das zur Unterbrechung der Partie führte.

Beiden Clubs droht nun eine Bestrafung. Bayer als gastgebender Klub wird möglicherweise vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur Verantwortung gezogen, weil die Frankfurter Zuschauer die Pyrotechnik bei den Einlasskontrollen am Ordnungsdienst vorbei in die Arena schmuggeln konnten. Auch die Eintracht muss mit einer Bestrafung durch das DFB-Sportgericht rechnen.

Holzhäuser will jedoch mögliche Strafzahlungen an die Anhänger der Hessen weiterleiten. "Diese Überlegungen stellen wir an. Schließlich wird es sich möglicherweise um einen fünfstelligen Betrag handeln, den wir zahlen müssen", sagte der Sprecher der Geschäftsführung nach dem Spiel. Schiedsrichter Wolfgang Stark erklärte nach dem Spiel: "Das Ganze ist schon schlimm genug. Ich will aber mit weiteren Kommentaren nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen."

Quelle: n-tv.de, dpa/sid

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