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Attentat überschattet Finale Ausschreitungen befürchtet

Ein Spiel der puren Freude wird die Fußball Begegnung zwischen Borussia Dortmund und Feyenoord Rotterdam spätestens nach dem Mord an dem niederländischen Rechtspopulisten Pim Fortuyn nicht mehr.

Ein unangenehmes Gefühl bereitet den Zuschauern der Gedanke, dass die Gewaltbereitschaft bei einigen so genannten Fans offenbar sehr hoch ist. Besonders die Partien zwischen deutschen und niederländischen Mannschaften sind emotionsgeladen und endeten in der Vergangenheit oft mit Krawallen.

Gladbachs Ex-Manager, Rolf Rüssmann, der 1996 mit seinem Team nach Rotterdam reiste, sagte der "Bild"-Zeitung: "Unsere Fans sind am Bahnhof mit Steinen beworfen worden. Die schlimmste Europa-Cup-Tour, die ich je mitgemacht habe."

Zuletzt sorgte die niederländische Fußballmeisterschaft für negative Schlagzeilen. Nach dem Sieg von Ajax Amsterdam musste die Polizei insgesamt 28 Personen vorläufig festnehmen. Bei der Randale, an der über 500 Rowdies beteiligt waren, gingen zahlreiche Autos und Scheiben zu Bruch.

Der erfahrene portugiesische Schiedsrichter, Victor Manuel Pereira, dürfte dem Spiel gewachsen sein. Er war bereits 78 mal international im Einsatz, unter anderem bei der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich.

Der Trainer Feyenoord Rotterdam, Bert van Marwijk, machte die Bedeutung der Begegnung deutlich: " Das ist unsere große Chance international endlich wieder für Aufmerksamkeit zu sorgen." Bleibt zu hoffen, dass das Fußballspiel wegen der sportlichen Leistung für internationale Aufmerksamkeit sorgt und nicht wegen etwaiger Gewaltausbrüche auf den Zuschauerrängen.

Quelle: n-tv.de