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1. Fußball Bundesliga BVB hält den Anschluss

Sechs starke Minuten haben Borussia Dortmund beim Gastspiel in Freiburg gereicht, um im Rennen um die Deutsche Meisterschaft zu bleiben. Nach dem 5:1 (1:1)-Kantersieg beim abstiegsgefährdeten SC Freiburg bleibt der UEFA-Cup-Viertelfinalist mit einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer Bayer Leverkusen in Lauerstellung, während die Breisgauer nach dem achten sieglosen Spiel in Folge weiter auf einem Abstiegsplatz rangieren.

Nach der frühen Führung von Levan Kobiaschwili (9.) und dem Ausgleich durch Evanilson (15.) war die Mannschaft von Trainer Volker Finke vor 25.000 Zuschauern im Dreisamstadion lange gleichwertig, bevor Dede (64.), Torjäger Marcio Amoroso (66.) und Jan Koller (69., 70.) den Untergang der Gastgeber besiegelten.

Schalke punktgleich mit Bayern

Die beste Rückrunden-Mannschaft der Fußball-Bundesliga darf weiter von der deutschen Meisterschaft träumen: Pokalsieger Schalke 04 gewann trotz erheblicher Personalprobleme bei 1860 München verdient 2:1 (1:0) und unterstrich damit erneut seine Ambitionen im Titelkampf. Die "Königsblauen" sind nun punktgleich mit dem Deutschen Meister FC Bayern.

Das Siegtor für die Schalker, die unverändert fünf Punkte hinter Spitzenreiter Bayer Leverkusen zurückliegen, erzielte Torjäger Ebbe Sand (83.) mit seinem neunten Saisontreffer, nachdem Paul Agostino (81.) die frühe Gäste-Führung durch Nationalspieler Gerald Asamoah (3.) kurzzeitig ausgeglichen hatte.

Die „Löwen" haben durch ihre sechste Heimpleite die wohl letzte Chance auf einen Uefa-Cup-Platz verspielt.



Leverkusen weiter Spitze

Bayer Leverkusen hat den Schwung aus der Champions League in die Fußball-Bundesliga mitgenommen und den ersten Auswärtssieg seit vier Monaten gefeiert.

Der Tabellenführer verteidigte vier Tage nach dem 3:1 über Juventus Turin durch einen 2:0 (2:0)-Sieg beim VfB Stuttgart souverän seine Spitzenposition und ließ dabei keinen Zweifel aufkommen, dass er in dieser Saison unbedingt das Image des ewigen Zweiten ablegen möchte.

Für die Mannschaft von Trainer Klaus Toppmöller war es der erste Auswärtssieg seit dem 17. November vergangenen Jahres, als man das Nachbarschaftsduell beim 1. FC Köln für sich entschied.

Der VfB, der in den letzten elf Minuten auf Marcelo Bordon nach einer Matchstrafe wegen wiederholten Foulspiels verzichten musste, kann nach drei Niederlagen in Folge gegen die Spitzenteams der Liga die Teilnahme am UI-Cup wohl abschreiben.

Die Gäste waren vor 25.000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion von Anfang an überlegen. Ehe Thomas Brdaric in der 40. Minute nach einem Patzer von Bordon seine Mannschaft in Führung brachte, hatte er bereits zweimal (4. und 12. ) aus aussichtsreicher Position vergeben. Thomas Berbatow (45.) sorgte für den Endstand.

Bayern wieder mit Nullnummer

Verfolger FC Bayern dagegen setzte die in der Champions League gegen Manchester United begonnene „Nulldiät“ fort.

Zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Titelverteidiger Bayern gab es für beide Teams im Kampf um die Tabellenspitze nur einen Rückschlag zu verbuchen. Die Lauterer, die die letzten 13 Minuten nach einer gelb-roten Karte für Dimitrios Grammozis in Unterzahl spielten, hatten vor 40.600 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion zwar die besseren Tormöglichkeiten. Doch der gefoulte Mario Basler scheiterte in der 12. Minute mit einem Elfmeter an Nationaltorhüter Oliver Kahn.

„Ich muss mir Vorwürfe machen, dass ich die größte Chance im Spiel nicht verwandelt habe. Es war abgesprochen, dass ich schieße“, meinte Basler, „die Bayern haben wieder mehr Dusel gehabt als wir.“

Hertha wieder spitzenmäßig

Eiskalt und im Stil einer Spitzenmannschaft hat Hertha BSC Berlin die Europapokal-Hoffnungen des SV Werder Bremen beendet. Im vermeintlichen Endspiel um einen UEFA-Cup-Platz gewannen die Berliner 3:0 (0:0) beim Tabellennachbarn und vergrößerten den Abstand zu den Bremern auf Rang sieben auf komfortable sechs Punkte.

Das erste Bundesliga-Tor von Denis Lapaczinski (62.) per Fallrückzieher und ein Doppelpack des stark aufspielenden Alex Alves (66./85.) entschieden vor 31.350 Zuschauern ein Verfolgerduell, in dem Werder Bremen die höchste Heimniederlage der laufenden Saison erlitt.

HSV nur remis

Sechs Tage nach dem Debakel von Berlin kam der Hamburger SV im Bundesliga-Nordderby gegen den VfL Wolfsburg trotz einer 35-minütigen Überzahl nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus.

„Es wäre mehr drin gewesen, aber wir haben uns auch so gut und teuer verkauft“, stellte Wolfsburgs Trainer Wolfgang Wolf nicht unzufrieden fest. „Es war ein gerechtes Unentschieden“, sagte sein Kollege Kurt Jara und schaute traurig in die Runde.

Für Roy Präger, der seinen Wechsel zu den „Wölfen“ verkündet hatte, gab es überraschend keine Pfiffe von den Fans. Der kleine Angreifer hatte nach sechs Minuten auch die erste Chance für den HSV, doch Reitmaier klärte souverän gegen seinen künftigen Teamkollegen. „Wir haben nicht verloren, das ist wichtig“, sagte Präger.

Kurz vor der Pause gelang Klimowicz nach einer mustergültigen Flanke von Robson Ponte die hochverdiente Führung. Aus sieben Metern verwandelte der Angreifer völlig freistehend und bejubelte seinen vierten Saisontreffer im elften Spiel. „Das war ein katastrophaler Fehler“, schimpfte Jara.

Doch das Hochgefühl der Gäste hielt nicht lange an: Franz holte zehn Minuten nach dem Wechsel den allein auf Torwart Claus Reitmaier zulaufenden Romeo von den Beinen und wurde von Schiedsrichter Wolfgang Stark (Landshut) vom Platz gestellt. Zwei Minuten später traf Barbarez den Pfosten, ehe er in der 67. Minute die HSV-Anhänger mit seinem fünften Saisontreffer erlöste.

Köln kämpft um den Klassenerhalt

Der 1. FC Köln hat sich im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga noch nicht aufgegeben. Mit dem 4:2 (0:2) gegen Hansa Rostock beendete das Tabellen-Schlusslicht seine schwarze Serie von 12 Spielen ohne Sieg.

Den letzten „Dreier“. hatte es am 24. November 2001 mit 2:1 beim FC St. Pauli gegeben.

Für Rostock sorgte Magnus Arvidsson mit Toren in der 6. und 32. Minute für die scheinbar sichere 2:0-Führung. „Das ist ganz, ganz wichtig für die Mannschaft, sie hat Moral bewiesen“, kommentierte ein glücklicher Friedhelm Funkel den am Ende überraschend deutlichen Erfolg seines Teams.

Gäste-Coach Armin Veh dagegen sprach von einer „großen Chance, die wir vertan haben, um von da unten weg zu kommen“. Rostock war, so Veh, in den ersten 45 Minuten die klar bessere Mannschaft.

Cottbus besiegelt St. Paulis Abstieg

Energie Cottbus hat dem FC St. Pauli den wohl entscheidenden Stoß Richtung 2. Bundesliga verpasst. Die Lausitzer stoppten mit einem klaren 4:0 (3:0) nicht nur die Aufholjagd der Kiez-Kicker, sondern führten die Hamburger geradezu vor.

Mit den Treffern von Franklin (19.), Marco Topic (28./34.) sowie Sebastian Helbig (84.) waren die harmlosen Gäste im Stadion der Freundschaft noch gut bedient.

Energie dagegen baute vor 16.680 Fans seinen Heimrekord auf fünf Siege in Folge aus und hat nun mit 29 Punkten gute Chancen, auch in der kommenden Saison wieder erstklassig zu spielen.

Zudem gelang gegen St. Pauli eine eindrucksvolle Revanche für das 0:4 aus dem Hinspiel. „Cottbus hat uns vorgemacht, wie man da unten im Keller spielen muss. So kommt man auch da raus“„, ärgerte sich Pauli-Trainer Dietmar Demuth über den katastrophalen Auftritt seines Teams.

Der „Club“ verliert auf dem Bökelberg

Mit dem vierten Heimsieg in Folge hat sich Borussia M'gladbach im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga etwas Luft verschafft. Die „Fohlen“-Elf besiegte im Aufsteiger-Duell den 1. FC Nürnberg mit 1:0 (1:0). Vor 31.000 Zuschauern auf dem Bökelberg sicherte Lawrence Aidoo (28.) mit seinem ersten Saisontor den knappen Erfolg.

Während sich die Borussen mit dem Sieg vom Tabellenende etwas lösen konnten, wird die Luft den „Club“ nach der dritten Niederlage in Folge und einer dürftigen Vorstellung im Tabellenkeller immer dünner.

Quelle: n-tv.de