Sport

Nach positivem DNA-Abgleich Bach: "Beweispflicht bei Ullrich"

Unabhängig von den weiteren Ermittlungen der Bonner Staatsanwaltschaft steht Jan Ullrich vor dem lebenslangen Ausschluss aus dem Radsport. "Die Tatsache, dass jemand sein Blut in großer Menge gelagert hat, ist ein starkes Indiz, das auf Eigenblut-Doping hindeutet", sagte IOC-Vizepräsident Thomas Bach.

Gemäß den Regeln der Welt-Antidoping-Agentur WADA und des Welt-Radsportverbandes UCI liege vor einem Sportgericht dann die Beweispflicht beim Athleten, dass sein Blut nicht zum Zweck der Manipulation deponiert wurde. "Er müsste überzeugende medizinische Argumente bringen, um einer Bestrafung zu entgehen", stellte Bach als Vorsitzender der Juristischen Kommission des IOC klar.

Sollte Ullrich den Dopingverdacht nicht entkräften können, erwartet ihn als Wiederholungstäter eine lebenslange Sperre. Sie würde nicht nur seine Karriere als Profi betreffen, die der 33-Jährige vor fünf Wochen beendet hat, sondern gelte auch für Funktionen als Teamchef oder Sportlicher Leiter. Ullrich war wegen "Medikamenten-Missbrauchs" bereits 2002 für sechs Monate gesperrt worden.

Quelle: ntv.de