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Champions League Bayern gewinnen den Henkelpott

Der FC Bayern München hat das Finale der Champions League im Elfmeterschießen gegen den FC Valencia gewonnen. Held des Tages war Torhüter Oliver Kahn. Nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung stand es 1:1 zwischen dem spanischen Vertreter in der europäischen Königsklasse und dem alten und neuen deutschen Meister.

Damit haben die Bayern nach 1999 ihre zweite Finalchance in der Champions League nutzen können.

Dabei machte es Dick Jol den Bayern schon während des ersten spanischen Angriffs unnötig schwer. Der niederländische Unparteiische zeigte zum Entsetzen der Bayern im Münchner Strafraum auf den Elfmeterpunkt. Der Pfiff war höchst umstritten, Jol hatte offensichtlich ein Handspiel des am Boden liegenden Patrik Andersson ausgemacht.

Valencias Superstar Gaizka Mendieta ließ sich nicht beeindrucken und erzielte nach 122 Sekunden die Führung für die Spanier, die bereits im letzten Jahr das Finale der Champions League erreicht hatten. Damals verloren die Mannschaft von Trainer Hector Cuper 0:3 gegen Real Madrid.

Nach dem frühen Rückstand schienen die Bayern wild entschlossen das Spiel noch zu drehen. „Die Mannschaft hat sich vor dem Spiel geschworen, den Pott zu holen", sagte Trainer Ottmar Hitzfeld noch nach dem Rückstand. Die mitgereisten Bayern-Anhänger waren ebenso zu allem bereit: „23. 5. 2001 - Heute ist ein guter Tag, um Geschichte zu schreiben", stand auf einem riesigen Spruchband, das sie in ihrer Kurve aufgehängt hatten.

Die Bayern hatten schon kurze Zeit später die große Möglichkeit, die Partie wieder offen zu gestalten. Erneut hatte Jol auf Elfmeter entschieden, diesmal nach einer Attacke des französischen Nationalspielers Joselyn Angloma an Stefan Effenberg. Es dauerte eine Weile bis schließlich Mehmet Scholl zur Ausführung antreten konnte, nachdem Valencias Schlussmann Santiago Canizares nichts unversucht gelassen hatte, den Schützen aus dem Konzept zu bringen.

Das Vorhaben des Schlussmannes ging auf: Scholl scheiterte mit seinem unplatzierten Schuss auf die Tormitte an den Füßen von Canizares.

Damit war der FC Bayern früh gezwungen, das Spiel zu machen, was sich gegen die Abwehr des spanischen Meisterschaftsdritten zunächst gut anließ. Die Bayern kontrollierten das Spiel.

Doch erst in der zweiten Halbzeit bot sich dem Team von Ottmar Hitzfeld die erste zwingende Torchance. Carsten Jancker stieg im Strafraum der Valencianer zum Kopfball hoch, wurde jedoch durch ein Handspiel seines Gegenspielers Carboni am erfolgreichen Abschluss gehindert.

Den fälligen Handelfmeter verwandelte Stefan Effenberg in der 50. Minute zum 1:1-Ausgleich für die Münchner.

In der Folgezeit suchten die Bayern die Entscheidung, es fehlte jedoch auf beiden Seiten die zündende Angriffsidee für das dritte Tor des Spieles.

In der Nachspielzeit wurden beide Mannschaften immer nervöser und vorsichtiger, so dass kein „golden Goal“ mehr fiel. Die Partie war zunehmend zerfahren und ruppig, am Ende war das Elfmeterschießen die logische Folge der Hektik und Konzeptlosigkeit beider Mannschaften.

Quelle: ntv.de

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