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Halbfinale: Topteams unter Druck Bayern und Alba patzen um die Wette

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Peyton Siva (mit Ball) und Alba Berlin konnten Ulm nicht bezwingen.

(Foto: imago images/camera4+)

Nach dem Fehlstart für Bayern München ins Play-off-Halbfinale der Basketball-Bundesliga patzt Alba Berlin ausgerechnet gegen Lieblingsgegner Ulm. Beide Top-Klubs, die vor kurzem noch den Pokal unter sich ausmachten, stehen nun bereits unter Druck.

Die beiden Pokalfinalisten haben sich zum Auftakt des Play-off-Halbfinales um die deutsche Basketball-Meisterschaft einen Fehlstart geleistet. Cupgewinner Bayern München musste sich beim Hauptrundenprimus MHP Riesen Ludwigsburg 98:101 (47:55) geschlagen geben, am Sonntag kassierte Titelverteidiger Alba Berlin in den Schlusssekunden eine 71:73 (37:34)-Heimpleite gegen ratiopharm Ulm.

"Wir hatten das Spiel eigentlich in der Hand, haben es uns dann aber entgleiten lassen", sagte Berlins Nils Giffey bei MagentaSport, "Ulm hat am Ende sehr gute Plays gewählt. Troy Caupain machte mit zwei verwandelten Freiwürfen 20 Sekunden vor Schluss alles klar für die Ulmer. Überragender Akteur der Partie war Ulms Dylan Osetkowski mit 21 Punkten und 11 Rebounds. Das zweite Heimspiel in der Best-of-seven-Serie am Dienstag wird Alba vor rund 1000 Zuschauern austragen können.

Bayern Münchens Erfolgscoach blieb am Ende nichts anderes übrig, als artig zu gratulieren. "Glückwunsch an Ludwigsburg. Ich denke, dass sie am Ende der verdiente Sieger sind", sagte Andrea Trinchieri. "Insgesamt war das eine schwache Leistung von uns." Ludwigsburg hat im zweiten Duell am Montag erneut Heimrecht.

Der Winterzugang überragt

Dann müssen die Europapokal-Helden aus der bayerischen Metropole in Sachen Mentalität deutlich zulegen, um sich den Vorteil in der Serie zu holen. "Wenn du eine Play-off-Serie spielst und mit der Körpersprache der regulären Spielzeit ankommst, kostet dich dies das Spiel", monierte Trinchieri, der mit den Bayern in der EuroLeague nach vielen knappen Schlachten als erste deutsche Mannschaft überhaupt das Viertelfinale erreicht hatte.

München verspielte einen möglichen Erfolg im ersten Abschnitt und rannte dem Rückstand für den Rest des Spiels vergeblich nach. "29 Punkte im ersten Viertel. Wir haben ein Comeback versucht und auch bewerkstelligt bekommen - den Job aber nicht erledigt", sagte Trinchieri. Vor dem Korb der Bayern war Jamel McLean nicht zu stoppen. Der Bundesliga-Rückkehrer machte 27 Punkte für die Riesen. "Wir haben keinen Weg gefunden, ihn zu stoppen. Dies war der Schlüssel zum Spiel", sagte Trinchieri. Und vor dem eigenen Korb überragte Ludwigsburgs Winterzugang Jonah Radebaugh. "Er war auch heute der Gamewinner in der Verteidigung", lobte Riesen-Headcoach John Patrick.

Bei der erfolglosen Aufholjagd machte sich auch der Kräfteverschleiß der Bayern bemerkbar, die in Ludwigsburg ihr 83. Saisonspiel absolvierten, die Gastgeber waren nur etwas mehr als die Hälfte (43 Spiele) gefordert. Auch EuroLeague-Allstar Vladimir Lucic konnte die Münchner Niederlage mit 24 Zählern nicht verhindern.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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