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Viertelfinale im DFB-Pokal Bayern unter Druck

Der VfL Wolfsburg plant den nächsten Coup, der Hamburger SV und Bayern München wollen weiterhin auf drei Hochzeiten tanzen. Im Viertelfinale des DFB-Pokals sind die Erstligisten heute Abend fast unter sich, lediglich der HSV darf sich gegen Zweitliga-Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden der Favoritenrolle sicher sein. Und nicht zu vergessen: Mit Mainz hat sich gestern bereits ein Zweitligist für das Halbfinale qualifiziert. Der FSV schlug gestern Abend den FC Schalke 04 mit 1:0 (0:0).

Bayer Leverkusen – Bayern München (20.30 Uhr)

"Wir wollen in allen drei Wettbewerben, Bundesliga, Champions League und Pokal bis zum Schluss dabei sein", sagte Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann, der im 200. Pokalspiel des Rekordsiegers auf Torjäger Luca Toni und Nationalspieler Philipp Lahm verzichten muss. Nach nur vier Punkten in den fünf Bundesligaspielen seit Jahresbeginn steht der Titelverteidiger unter Erfolgsdruck. "Wir müssen versuchen, über den Kampf ins Spiel zu finden und Bayer in die Knie zu zwingen", forderte Klinsmann, für dessen Team die Statistik spricht.

Denn Leverkusen konnte im DFB-Pokal noch nie gegen München gewinnen und hat zudem auch in der Bundesliga zuletzt acht Mal in Serie gegen die Bayern verloren. Zudem konnte die Elf von Trainer Bruno Labbadia in der Ausweich-Heimspielstätte in Düsseldorf erst einen Sieg einfahren. Dennoch versprühte National-Torwart Rene Adler Optimismus: "Wir werden uns vor den Bayern nicht verstecken, sondern wollen im Gegenteil unbedingt eine Runde weiterkommen."

Leverkusen: Adler - Castro, Sinkiewicz, Henrique, Kadlec - Rolfes - Renato Augusto, Vidal, Barnetta - Helmes, Kießling
München: Rensing - Oddo, Lucio, Demichelis, Z Roberto - Borowski - van Bommel - Hamit Altintop, Schweinsteiger - Ribery - Klose

Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)

Hamburger SV - SV Wehen Wiesbaden (19 Uhr)

Drei Tage nach dem Verlust der Bundesliga-Tabellenführung brennt der Hamburger SV darauf, den Volkspark wieder zur Festung zu machen. "Wir sind eine der besten Heimmannschaften der Bundesliga, deswegen gehe ich davon aus, dass wir gegen Wehen nicht verlieren werden", sagte Trainer Martin Jol, der auf die verletzten Michael Gravgaard und Guy Demel verzichten muss. Auch Sportchef Dietmar Beiersdorfer hat die erwarteten Millionen-Einnahmen insgeheim wohl längst verbucht. "Wir sind der Favorit in dieser Partie und wollen dieser Rolle auch gerecht werden."

Doch den Hessen hat Hamburgs erste Saison-Heimniederlage im Fußball-Oberhaus, die sie im Stadion verfolgten, Mut gemacht. "Meine Spieler haben gesehen, dass auch der HSV verwundbar ist", meinte Wehens Trainer Wolfgang Frank. Die Reise in den Norden ist für den Club eine willkommene Abwechslung vom Überlebenskampf in der 2. Liga. "Wir haben in Hamburg nichts zu verlieren" sagte Manager Uwe Stöver. Für die SV-Profis ist das nächste Ligaspiel am Sonntag bei Rot-Weiß Ahlen ohnehin wichtiger als das Bonusspiel im Pokal. "Ich denke eher an Ahlen als an Hamburg", meinte Verteidiger Marko Kopilas.

Hamburg: Rost - Boateng, Alex Silva, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Benjamin - Trochowski, Jansen - Guerrero, Olic
Wiesbaden: Walke - Simac, Kopilas, Glibo, Kokot - Ziegenbein, Hollmann, Tskitishvili, Schönheim - Ziemer, König
Schiedsrichter: Stark (Ergolding)

VfL Wolfsburg – Werder Bremen (19 Uhr)

Bremens Trainer Thomas Schaaf muss im brisanten Nordduell beim VfL Wolfsburg wahrscheinlich auf seine jungen Ersatzkeeper Nico Pellatz (22) oder Sebastian Mielitz (19) zurückgreifen. Beide spielen normalerweise für die Werder-Reserve in der 3. Liga. Der etatmäßige Reservetorwart Christian Vander, zuletzt beim 0:0 gegen die Bayern mit Lobeshymnen überhäuft, hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Er fällt definitiv aus. Und Tim Wiese als Nummer eins laboriert noch an den Folgen eines Muskelfaserrisses.

Die Wolfsburger können zum dritten Mal in Serie ins Halbfinale einziehen, müssen aber den Bremer Pokalfluch beenden. In den bisherigen fünf Duellen der Nord-Nachbarn kam immer Werder eine Runde weiter. "Die Partie ist ein richtiger Knüller", sagte Magath. Er rechnet mit harter Gegenwehr der Bremer, die ihren Abwehrchef Naldo einsetzen können. Der Brasilianer ist nur für Punktspiele gesperrt. Beim VfL kehrt der zuletzt gesperrte Zvjezdan Misimovic zurück.

Wolfsburg: Lenz - Pekarik, Simunek, Barzagli, M. Schäfer - Josu - Hasebe, Gentner - Misimovic - Grafite, Dzeko
Bremen: Pellatz - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Frings - Tziolis, Özil - Diego - Pizarro, Hugo Almeida
Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)

Quelle: n-tv.de

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