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Krawietz/Mies verpatzen Auftakt Besteht Zverev im Kampf der Gladiatoren?

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Sportlich zuletzt sehr gut in Form: Zverev vor den ATP Finals in London.

(Foto: REUTERS)

Am Montag startet Alexander Zverev in sein letztes Turnier des Jahres, auf Instagram ruft er den Gladiatoren-Kampf auf. Zum Auftakt der ATP Finals trifft der Tennis-Profi in London auf einen alten Bekannten. Die Doppel-Asse Kevin Krawietz und Andreas Mies stehen nach einem Fehlstart dort bereits unter Druck.

Kevin Krawietz und Andreas Mies haben ihren Auftakt in London verpatzt: Die zweimaligen French-Open-Sieger im Doppel kassierten am Sonntag bei den ATP Finals eine vermeidbare 7:6 (6:3), 6:7 (4:7), 7:10-Niederlage gegen Wesley Koolhof/Nikola Mektic (Niederlande/Kroatien) und stehen beim Jahresfinale bereits unter Druck.

Die "KraMies" wollen eigentlich in London eine offene Rechnung begleichen. Bei ihrem Debüt im Vorjahr landeten sie auf dem letzten Gruppenplatz und mussten schon nach der Vorrunde ihre Koffer packen. Diesmal, rund einen Monat nach ihrem erneuten Coup in Roland Garros, soll es deutlich weiter gehen, doch nun wird es schwer. "Unser Ziel ist es, irgendwann alle wichtigen Titel gewonnen zu haben", hatte Mies vor dem Turnier gesagt und angekündigt, an der Themse auf Sieg zu spielen.

Es geht gleich in die Vollen

Alexander Zverev fühlt sich derweil gewappnet für den Kampf der acht Gladiatoren. "Lasst die Spiele beginnen", rief der deutsche Topspieler vor seinem Start bei den ATP Finals via Instagram aus. In London muss Zverev die Unruhe in seinem Privatleben ausblenden und sofort liefern. "Bei normalen Turnieren spielst du in der ersten Runde gegen Spieler, die auf Platz 40, 50 oder 60 in der Welt stehen", sagte er: "Bei den ATP Finals ist das anders."

Statt sich langsam in das Event hineinzufühlen, muss Zverev am Montagabend (21.00 Uhr/Sky) in der britischen Metropole gegen die Nummer vier der Welt sofort sein bestes Tennis zeigen. Es wartet der Russe Daniil Medwedew, der wie Zverev beim letzten Turnier des Jahres zu den größten Herausfordern der Superstars Novak Djokovic (Serbien) und Rafael Nadal (Spanien) zählt.

Zverev gegen Medwedew - auf dem blauen Hartplatz in der leeren o2-Arena kommt es zum Duell zweier Kumpels. Beide kennen sich seit dem Juniorenalter, Medwedew ist ein knappes Jahr älter als der 23-jährige Hamburger. Auch Zverev hat russische Eltern, zudem schlägt das Herz der beiden Tennisstars im Gleichtakt für die Fußballer von Bayern München. Sowohl Zverev als auch Medwedew gelten als künftige Grand-Slam-Sieger und standen schon im Finale der US Open. Zverev in diesem September, sein Kontrahent ein Jahr zuvor.

Schafft Zverev den Spagat?

Auf der ATP-Tour steht es 5:2 für Zverev, das letzte Aufeinandertreffen vor erst einer Woche lief aber gegen ihn. Zverev unterlag im Finale des Masters von Paris 7:5, 4:6, 1:6, seine Siegesserie riss nach zuvor zwölf Siegen und den beiden Titeln in Köln. In London, 2018 konnte er hier schon gewinnen, will er wieder angreifen. In der Vorrundengruppe "Tokio 1970" trifft er auch noch auf den Weltranglistenersten Djokovic und den Argentinier Diego Schwartzman. Die beiden Gruppenersten schaffen es ins Halbfinale.

Kleinere Fragezeichen stehen hinter Zverevs Fitnesszustand. Zuletzt klagte er über eine leichte Oberschenkelzerrung, ging aber davon aus, gegen Medwedew körperlich fit zu sein. Wie es um seine mentale Verfassung bestellt ist, ist vor dem Auftaktduell schwerer auszumachen. Auf der Pressekonferenz vor dem Turnierbeginn drehte sich einmal mehr viel um die schwerwiegenden Vorwürfe seiner Ex-Freundin Olga Scharypowa.

Es war kein leichter Auftritt für den deutschen Topspieler, der die öffentlichen Anschuldigungen erneut zurückwies. In den vergangenen Wochen gelang es ihm, auf dem Platz die Turbulenzen aus seinem Privatleben abzuschütteln. Den Spagat muss Zverev wieder schaffen in den anstehenden Duellen mit der Tennis-Weltelite.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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