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Nur Fourcade ist schneller Biathlet Kühn stürmt an Sieg-Premiere vorbei

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"Es wäre schön, wenn es immer so bleibt": Johannes Kühn.

dpa

Johannes Kühn überrascht beim Weltcup-Auftakt der Biathleten im slowenischen Pokljuka als Zweiter und verpasst nur knapp seinen ersten Sieg. Am Ende muss er sich dem französischen Dominator Martin Fourcade geschlagen geben. "Dennoch bin ich superhappy."

Der deutsche Biathlet Johannes Kühn hat den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere nur um 4,2 Sekunden verpasst. Im slowenischen Pokljuka lag der 27 Jahre alte Wintersportler im Einzel über 20 Kilometer bis kurz vor Schluss an der Spitze, ehe ihn der siebenmalige Gesamtweltcupsieger Martin Fourcade aus Frankreich noch auf den zweiten Platz verdrängte.

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Starker Endspurt: Martin Fourcade.

(Foto: AP)

"Es ist schade, da es so eng war. Aber dennoch bin ich superhappy", sagte Kühn nach dem besten Ergebnis seiner Karriere in der ARD: "Dass es mit dem Schießen gleich so gut funktioniert, ist super. Es wäre schön, wenn es immer so bleibt." Kühn blieb wie Fourcade fehlerfrei, der Dominator der vergangenen Jahre feierte bereits den 71. Weltcup-Sieg seiner Karriere. Rang drei sicherte sich der Österreicher Simon Eder, der ebenfalls alle 20 Schüsse im Ziel unterbrachte und am Ende mit 19,7 Sekunden Rückstand auf Fourcade ins Ziel kam.

Kühn, dem erst in der vergangenen Saison der Durchbruch in der ersten Liga der Skijäger gelungen war, hatte zuvor nie das Podest erobert. Die vor dem Einzel beste Platzierung des Bayers war ein fünfter Rang im Massenstart, den er im Januar in Antholz erreichte. Neben Kühn zeigte von den Deutschen nur Simon Schempp eine ansprechende Leistung. Der 30-Jährige hatte sich im Frühjahr bei einem Radunfall an der Schulter verletzt und konnte mehrere Wochen lang nicht schießen. Dass er sich nur einen Fehlschuss erlaubte und letztlich Rang fünf belegte, zeugte von seiner Klasse.

"Ich bin Papa geworden"

Erik Lesser belegte Platz 23, Arnd Peiffer lief nur auf den 52. Rang. Benedikt Doll landete auf Platz 58, Weltcup-Neuling Philipp Horn auf Platz 77. Der erste Weltcup dieser Saison wird am Freitag und Samstag mit den Sprints (ab 14.15 Uhr) fortgesetzt, ehe zum Abschluss am Sonntag (ab 11.45 Uhr) die Verfolgungsrennen anstehen. Apropos Peiffer. Der Olympiasieger war erst spät zum Weltcup nach Pokljuka gereist, und das aus gutem Grund. "Ich bin Papa geworden und das ist glaube ich das Allerschönste und Wichtigste. Deswegen wollte ich zwei Rennen auslassen, jetzt ist es nur eins geworden."

Ursprünglich sollte er in der Mixed-Staffel am vergangenen Sonntag eingesetzt werden. Dann war sein Einstieg für den Sprint am Freitag geplant. Durch die wetterbedingte Verlegung des für Mittwoch geplanten Einzels konnte Peiffer nun bereits beim Klassiker dabei sein. Abgelenkt sei er durch die Vatergefühle nicht gewesen, sagte Peiffer. "Dadurch, dass man so viele Schmerzen hat, kommt man eh in einen Trott und denkt gar nicht so viel nach."

Quelle: n-tv.de, sgi/sid

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