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Edelmetall in Pyeongchang Biathletin Eskau holt Gold bei Paralympics

Verrückt, unerwartet, unbeschreiblich: Ganz aus dem Häuschen sind Athletin und Verbandschef nach dem zweiten Streich von Andrea Eskau bei den Paralympics in Pyeongchang. Für die 46-Jährige ist es bereits das siebte Olympia-Gold ihrer Karriere.

Die deutsche Fahnenträgerin Andrea Eskau hat bei den Paralympics Gold im Biathlon gewonnen. Die 46-Jährige leistete sich in Pyeongchang bei starkem Wind nur einen Schießfehler und kam in der sitzenden Klasse im  Biathlon über zehn Kilometer nach 42:36,6 Minuten ins Ziel. Vor der zweitplatzierten Russin Marta Zainullina, die für die Neutralen Paralympischen Athleten startet, hatte Eskau mehr als eine Minute Vorsprung.

Es ist echt verrückt", sagte sie lachend im Ziel. "Das hatte ich nicht erwartet." Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes Friedhelm Julius Beucher war ebenfalls begeistert. "Das ist unbeschreiblich. Sie hat im stärksten paralympischen Biathlon-Feld der Welt gewonnen", sagte er. "Bei den letzten 30 Stockschlägen habe ich bei jedem einzelnen gebrüllt."

Für Eskau war es die zweite Medaille bei den Winterspielen in Südkorea nach Silber im Langlauf über 12,5 Kilometer und die siebte goldene bei fünf Paralympics insgesamt. Die querschnittsgelähmte Sportlerin hat auch bei Sommer-Paralympics schon Edelmetall geholt. Dort startet sie mit dem Handbike.

Die sehbehinderte Clara Klug aus München gewann derweil im Biathlon über zehn Kilometer Bronze. Die 23-Jährige musste sich nur der Ukrainerin Oksana Schischkowa und der Neutralen Paralympischen Athletin Michalina Lysowa geschlagen geben. Martin Fleig belegte in  der sitzenden Klasse den undankbaren vierten Platz, Steffen Lehmker wurde in der stehenden Klasse Fünfter.

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Quelle: n-tv.de, jwu/dpa/sid

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