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Nach Olympia- nun Weltcupsieg Boarderin Ledecka düpiert Ski-Elite erneut

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Ester Ledecka ist auch auf zwei Brettern rasend schnell.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

2018 fährt die Snowboarderin Ester Ledecka sensationell zum Olympiasieg im Super-G, nun wiederholt sie ihren Triumph bei den Skirennfahrerinnen. Die Abfahrt in Lake Louise mischt sie von hinten auf - sehr zum Leidwesen von Viktoria Rebensburg.

Ester Ledecka hat nach ihrem Olympiasieg 2018 für eine weitere Ski-Sensation gesorgt und Viktoria Rebensburg in Lake Louise einen Podestplatz vermasselt. Die Tschechin, die seit Jahren die beste Snowboarderin der Welt ist, gewann sensationell die Abfahrt in Kanada vor Corinne Suter aus der Schweiz (+0,35 Sekunden) und der Österreicherin Stephanie Venier (+0,45). Die 24-Jährige holte ihren ersten Sieg und ihren ersten Podestplatz im Weltcup, nachdem sie in Pyeongchang Olympia-Gold im Super-G gewonnen hatte. Vor knapp zwei Jahren war sie wie nun in Lake Louise mit der Startnummer 26 noch zu Gold gefahren.

"Ich bin wirklich glücklich mit dem Lauf", sagte die 24-Jährige im ORF. "Gut, dass das Rennen doch noch stattgefunden hat. Ich habe es genossen." Weil Neuschnee die Piste bedeckte, hatte kurzzeitig eine Absage der Abfahrt im Raum gestanden. Doch die Abfahrt wurde verkürzt und konnte stattfinden. In ihrem 34. Weltcuprennen zeigte Ledecka dann eine fast fehlerlose Fahrt. Zuvor war sie im Weltcup nur dreimal in die Top Ten gefahren und dabei nie über einen siebten Rang hinausgekommen.

Maximum rausgeholt

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Viktoria Rebensburg ist dennoch zufrieden.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Rebensburg war lange Dritte, ehe sie noch auf Rang vier verdrängt wurde (+0,66). Kira Weidle wurde Achte (+0,47), Michaela Wenig 23. (+2,08). Patrizia Dorsch, Katrin Hirtl-Stanggaßinger und Veronique Hronek schafften es deutlich nicht unter die ersten 30.

"Die Verhältnisse waren nicht ganz einfach, aber die Strecke liegt mir schon ganz gut. Ich habe das Maximum rausgeholt, ich bin mit meiner Fahrt wirklich zufrieden, bin am Limit gefahren und habe die Dinge umgesetzt, die ich mir vorgenommen habe", sagte Rebensburg, die mit der ungünstigen Startnummer eins den "Schneepflug" für die nachfolgenden Fahrerinnen geben musste: "Das war jetzt nicht die optimale Nummer."

Nach den zwei für sie eher enttäuschenden Riesenslaloms (13. und 7.) sorgte Rebensburg im insgesamt fünften Rennen dieses Winters für das bisher beste deutsche Ergebnis - zu Platz drei fehlten ihr am Ende 0,21 Sekunden. Weidle fuhr zum achten Mal in ihrer Karriere in die Top 10, nach durchwachsenen Trainingsleistungen war sie "absolut zufrieden mit der Platzierung, ich bin happy". Am Samstag (20.30 Uhr MEZ) findet in Lake Louise eine weitere Abfahrt statt, am Sonntag ein Super-G.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa