Sport

Football-Finale in Atlanta Brady sichert den Patriots Super Bowl Nr. 6

Die große Endspielnacht im American Football beschert der NFL neue Rekorde: Im Finale der US-Profiliga schlagen die Erfahrenen die Newcomer - und Star-Quarterback Brady führt die New England Patriots gegen die beeindruckenden Los Angeles Rams zum Sieg.

Die New England Patriots haben zum sechsten Mal den Super Bowl gewonnen und so mit dem Rekordsieger, den Pittsburgh Steelers, gleichgezogen. In Atlanta setzte sich das Team um Star-Quarterback Tom Brady im sportlich enttäuschenden Finale der US-Football-Profiliga NFL 13:3 gegen die Los Angeles Rams durch - eine niedrigere Punktausbeute gab es in einem Endspiel zum Saisonhöhepunkt noch nie. New England, vor einem Jahr im Endspiel an den Philadelphia Eagles gescheitert, hatte sich die "Vince Lombardi Trophy" zuvor in den Jahren 2002, 2004, 2005, 2015 und 2017 geholt.

"Es war eine unglaubliche Saison. Ich kann es nicht glauben, wir sind Super-Bowl-Champion. Für uns alle ist ein Traum in Erfüllung gegangen", sagte Brady und lobte den Gegner: "Sie hatten eine großartige Defense und einen großartigen Plan." Durch den Erfolg im 53. Super Bowl (LIII) verbesserten der 41-jährige Brady und Cheftrainer Bill Belichick ihre ohnehin beeindruckende Bilanz. Das Duo führte bei allen sechs Titelgewinnen der Patriots auf und neben dem Platz Regie, es war bereits die neunte gemeinsame Finalteilnahme.

Dagegen müssen die Rams um ihren vergleichsweise unerfahrenen Quarterback Jared Goff und den mit 33 Jahren jüngsten Trainer der Geschichte, Sean McVay, weiter auf die zweite Meisterschaft warten. Die Rams hatten im Jahr 2000 zum bislang einzigen Mal triumphiert. Damals waren sie noch in St. Louis zu Hause und siegten in Atlanta.

Brady und Belichick werden nun in der kommenden Saison versuchen, mit den Patriots Pittsburgh hinter sich zu lassen und alleiniger Rekordhalter zu werden. Superstar Brady hat bereits angekündigt, bis 45 spielen zu wollen - und auch Belichick will weitermachen.

Erster Touchdown sieben Minuten vor Schluss

Das Spiel im Mercedes-Benz Stadium begann für die Patriots denkbar schlecht. Brady leistete sich bei seinem ersten Pass eine Interception, Kicker Stephen Gostkowski setzte einen Field-Goal-Versuch aus 46 Yards daneben. Insgesamt prägten die Defensivreihen die erste Hälfte, besonders Goff enttäuschte. Nach einem erfolgreichen Field Goal durch Gostkowski ging New England mit einer 3:0-Führung in die Pause, weniger Punkte bis zur Halbzeit gab es zuvor nur 1975 im Super Bowl IX, damals stand es zwischen den Steelers und den Minnesota Vikings 2:0.

Vor über 70.000 Zuschauern brachte Goff die Offense der Rams im dritten Viertel etwas besser ans Laufen, Ergebnis war zumindest das 3:3 durch ein Field Goal von Greg Zuerlein. Der erste Touchdown des Spiels gelang den Patriots exakt sieben Minuten vor Schluss: Runningback Sony Michel lief aus zwei Yards in die Endzone, Gostkowski sorgte mit dem Extrakick für das 10:3.

Der Ball ging wieder an die Rams und Goff leistete sich passend zum Spielverlauf den entscheidenden Fehler. Ein langer Pass Richtung Endzone landete bei Patriots-Cornerback Stephon Gilmore. Eine Minute und 16 Sekunden vor Schluss sorgte Gostkowski mit einem weiteren Field Goal für die endgültige Entscheidung zugunsten des Teams aus Foxborough im US-Bundesstaat Massachusetts. Dass Zuerlein noch bei einem Field-Goal-Versuch scheiterte, spielte letztendlich keine Rolle mehr.

Quelle: n-tv.de, ftü/sid

Mehr zum Thema