Der im Mai bei der Belgien-Rundfahrt schwer gestürzte Radprofi Stig Broeckx liegt weiter im Koma. Er habe "ernsthafte Hirnschäden" erlitten, teilte die Teamleitung seiner Lotto-Soudal-Mannschaft unter Berufung auf die behandelnden Ärzte mit.
Unglücklicherweise, so heißt es in dem Statement, reagiere Broeckx bislang nicht auf optische oder akustische Reize. Die Ärzte hätten außerdem bestätigt, dass Broeckx bei dem Unfall schwere Verletzungen am Stammhirn und in weiteren Teilbereichen des Gehirns erlitten habe. Es sei kaum vorhersehbar, ob er jemals wieder das Bewusstsein erlangen werde. Aus Rücksicht auf die Familie des Verunglückten werde es keine weiteren Statements geben.
Broeckx, der auf der Intensivstation des Krankenhauses von Genk liegt, soll nun langsam aus dem Koma erwachen. Deshalb würden die Medikamente reduziert.
Broeckx war bei der Belgien-Rundfahrt in jenen Massensturz verwickelt, der durch zwei kollidierte Begleitmotorräder verursacht wurde. Er wurde ins Koma versetzt und operiert, weil mehrere Blutungen und ein hoher Hirndruck festgestellt worden waren. Der Vorfall hat die Debatte um die Sicherheit im Radsport im Zusammenhang mit Begleit-Motorrädern erneut in Gang gesetzt.
