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Schach-WM in London Carlsen und Caruana neutralisieren sich

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Fabiano Caruana war besser vorbereitet, doch zum Sieg reichte es nicht.

(Foto: AP)

Bei der Schach-WM kristallisiert sich auch nach dem vierten Duell zwischen Magnus Carlsen und Fabiano Caruana kein Sieger heraus. Schon wieder teilen sich beide Großmeister den Punkt. Dabei variert der amtierende Weltmeister erstmals in seiner Spieleröffnung.

Die Schach-WM zwischen Titelverteidiger Magnus Carlsen und Herausforderer Fabiano Caruana bleibt weiter offen. In der vierten Partie einigten sich beide Kontrahenten in London zum vierten Mal auf ein Remis, vor dem zweiten Ruhetag am Mittwoch steht es damit 2:2.

Der mit den weißen Steinen spielende Norweger Carlsen begann mit der Englischen Eröffnung, schaffte es aber zu keiner Zeit, seinen Gegner entscheidend unter Druck zu setzen. Nach 34 Zügen endete das vierte Aufeinandertreffen dann erneut mit einer Punkteteilung. "Caruana war mit den schwarzen Steinen bislang besser vorbereitet", gab Carlsen im Anschluss zu: "Meine Stellung erschien mir optisch etwas besser, doch es gab keine Möglichkeit, Fortschritte zu machen. Das war ein wenig enttäuschend."

Der US-Amerikaner Caruana erklärte: "Ich habe nie geglaubt, in großer Gefahr zu schweben. Das Endspiel schätzte ich stets als ausgeglichen ein." Carlsen hatte sich 2013 mit 22 Jahren zum zweitjüngsten Weltmeister der Geschichte gekrönt und verteidigte seinen Titel seither zweimal erfolgreich. Er führt seit 2011 die Weltrangliste an.

Caruana liegt dahinter auf Platz zwei und setzte sich im März beim Kandidatenturnier in Berlin gegen sieben Kontrahenten durch. Das Preisgeld bei der bis zum 28. November angesetzten Veranstaltung beträgt eine Million Euro. Gespielt werden maximal zwölf Partien mit regulärer Bedenkzeit.

Für einen Sieg gibt es einen Punkt, bei Remis erhalten beide Kontrahenten jeweils einen halben. Erreicht ein Spieler vorzeitig 6,5 Zähler, ist das Duell beendet. Bei Gleichstand nach dem zwölften Spiel wird, wie bei der WM 2016 zwischen Carlsen und dem Russen Sergej Karjakin, ein Tiebreak mit verkürzter Spielzeit gespielt.

Quelle: n-tv.de, mba/sid

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