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Chaotische Wahl zum Radsport-Präsidenten Cookson löst umstrittenen McQuaid ab

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Gewählt und entnervt: Brian Cookson.

(Foto: AP)

Der Brite Brian Cookson ist neuer Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI. Der 62-Jährige setzt sich in geheimer Abstimmung gegen den bisherigen Amtsinhaber Pat McQuaid durch. Für demokratische Standards interessiert sich kaum jemand.

Herausforderer Brian Cookson hat sich bei der Präsidiumswahl des Internationalen Radsport-Verbandes UCI gegen Amtsinhaber Pat McQuaid durchgesetzt. Der 62 Jahre alte Brite bekam im prunkvollen Palazzo Vecchio von Florenz die Mehrheit der Delegiertenstimmen und setzte sich gegen den umstrittenen Iren durch. Cookson erhielt 24 Stimmen, McQuaid 18. Die Wahl fand unter chaotischen Umständen statt, demokratische Standards schienen bei den Radsport-Funktionären nicht hoch im Kurs zu stehen.

Der europäische Verband stellte 14 Wahlmänner, Asien und Amerika je neun, Afrika sieben und Ozeanien drei. Für den Bund Deutscher Radfahrer ging Bundesjugendwart Toni Kirsch in die geheime Wahl. McQuaid, dem vorgeworfen wurde, mit seinem Vorgänger Hein Verbruggen das Dopingsystem Lance Armstrong gedeckt und illegal Gelder kassiert zu haben, hat zwei vierjährige Amtszeiten hinter sich.

Der eigentlichen Abstimmung waren stundenlange, durch juristische Winkelzüge geprägte Diskussionen vorausgegangen. Eigentlich hätte McQuaid gar nicht kandidieren dürfen, weil er nicht die Nominierung seines Heimatverbandes hatte. Die Iren hatten ihm die Gefolgschaft versagt. Aber kurzfristig wurden Nominierungen für den Iren aus der Schweiz, Marokko und Thailand anerkannt, obwohl sie dem Paragraphen 51.1 widersprechen. Cookson hatte die Diskussion beendet und entnervt zur Wahl aufgerufen.

Quelle: n-tv.de, dpa

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