Sport

Historische Entscheidung Corona zwingt Ironman auf Hawaii zur Absage

imago0043380764h.jpg

Bessere Zeiten: Jan Frodeno nach dem Sieg des Ironmans 2019.

(Foto: imago images/Beautiful Sports)

Der Ironman auf Hawaii gilt als knallharter Wettkampf. Doch die Veranstalter müssen sich der Corona-Krise geschlagen geben. Nach einer Verschiebung auf Februar und der Aussicht auf eine Doppel-WM 2021 ist die diesjährige Ausgabe wegen der Pandemie nun endgültig abgesagt.

Der legendäre Ironman auf Hawaii findet wegen der Corona-Krise nun doch nicht im Februar 2021 statt und ist erstmals in seiner Geschichte endgültig abgesagt worden. Das gaben die Veranstalter bekannt. Die Weltmeisterschaft im Triathlon über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen war ursprünglich für den 10. Oktober angesetzt, im Mai wegen der Pandemie dann aber auf Februar verschoben worden. 2021 sollte es deswegen erstmals seit 1982 wieder zwei Weltmeister in einem Jahr geben.

"Schweren Herzens" habe man die zunächst verschobene Veranstaltung abgesagt, hieß es in der Mitteilung. Auch die 70.3-WM über die halbe Distanz findet erst wieder im Herbst 2021 statt. "Wir waren hoffnungsvoll, dass wir unsere Athleten, deren Familien und Fans für diese Veranstaltungen willkommen heißen können, aber der andauernde Einfluss der Pandemie macht das unmöglich", schrieben die Veranstalter. "Es ist hart, diese Entscheidung im Juli zu treffen, aber das bringt die notwendige Klarheit für Athleten, Gastgeber und Partner."

Seit dem Sieg von Sebastian Kienle 2014 gab es auf Hawaii nur noch deutsche Gewinner. 2015, 2016 und 2019 gewann Jan Frodeno, dazwischen holte sich Patrick Lange zweimal den ersten Platz. Der Ironman fand 1978 zum ersten Mal statt. Athleten, die sich für 2020 qualifiziert hatten, sollen 2021 oder 2022 an den Weltmeisterschaften teilnehmen dürfen. In diesem Jahr konnten noch keine Wettkämpfe wegen der Coronavirus-Pandemie stattfinden. Vor einem Monat wurde auch die EM in Frankfurt am Main endgültig abgesagt.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa