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Rückschlag für André Greipel Cummings jubelt, Froome wehrt sich

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Chris Froome bleibt der Mann in Gelb. Die Attacken seiner Konkurrenten auf dem Schlussanstieg konnte er allesamt mitgehen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Brite Stephen Cummings gewinnt die 14. Etappe der Tour de France und beschert seinem südafrikanischen Team MTN-Qhubeka am internationalen Nelson-Mandela-Tag einen historischen Erfolg. Derweil sorgt sich Spitznreiter Froome weiter um sein Image.

Der Brite Stephen Cummings hat den Franzosen auf dem Flugfeld von Mende-Brennoux den sicher geglaubten zweiten Etappensieg der 102. Tour de France weggeschnappt. Thibaut Pinot und Romain Bardet ließen sich im Finale der vier Kilometer langen Schlusssteigung noch fast amateurhaft abfangen. Cummings feierte den ersten Etappensieg für die mit einer Wildcard ins Rennen gekommene südafrikanische Formation MTN-Qhubeka. Wieder kein Heimsieg für die Franzosen - auch Tour-Ehrengast, Staatschef Francois Hollande, dürfte sich ein wenig geärgert haben.

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Stephen Cummings jubelt auf dem Flugfeld von Mende-Brennoux.

(Foto: picture alliance / dpa)

Cummings war der Stärkste einer zuletzt 12 Fahrer umfassenden Spitzengruppe, die sich in größerer Besetzung am ersten Aufstieg des Tages gebildet hatte. Auf den letzten 950 Metern überraschte der MTN-Profi die bis dahin führenden Franzosen, die ihren einzigen diesjährigen Erfolg durch Alexis Vuillermoz gefeiert hatten. Spitzenreiter Chris Froome verlebte bis auf die finalen vier Kilometer einen relativ ruhigen Tag. Aber im Finish blieb der 30 Jahre alte Brite bei etwas frischen Temperaturen wieder unangefochten und baute seinen Vorsprung im Gesamtklassement sogar leicht aus. Neuer Zweitplatzierter ist jetzt der Kolumbianer Nairo Quintana mit 3:10 Rückstand auf Froome. Auf Rang drei zurückgefallen ist der US-Profi Tejay van Garderen (3:32 zurück).

Froome versichert: "Ich bin sauber"

Der Sky-Kapitän scheint zurzeit überhaupt mehr damit beschäftigt zu sein, sich abseits vom Sportlichen gegen Vorwürfe aus allen möglichen Richtungen zu wehren. Seine Überlegenheit provoziert Misstrauen, und er wird nicht müde, zu versichern: "Ich bin sauber." Es gibt derzeit keinerlei belastbaren Indizien, die das Gegenteil beweisen könnten.

Die deutsche Giant-Alpecin-Mannschaft musste auf dem Weg nach Mende einen weiteren Rückschlag wegstecken. Ramon Sinkeldam, der das Berliner ProRace im Mai gewonnen hatte, musste mit Magenproblemen aufgeben. Damit hat der unglückliche John Degenkolb auf der Jagd nach dem ersten Etappensieg seiner Karriere wieder einen Helfer weniger. In der ersten Woche war bereits der Zeitfahr-Spezialist Tom Dumoulin ausgeschieden.

Degenkolb, der im Frühjahr sensationell Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix gewonnen hatte, hat vielleicht am Sonntag in Valence seine letzte realistische Chance auf einen Etappenerfolg. Weil auch Peter Sagan in der Spitzengruppe fuhr, sicherte er sich ohne Mühe den Zwischensprint in Millau und konnte sich in der Punktwertung weiter von André Greipel absetzen. Der Träger des Grünen Trikots aus der Slowakei, zwar weiter ohne den sehnlichst erhofften Etappensieg, steuert unbeirrt seinen vierten Sieg in der Punktwertung hintereinander an. Greipel war zu Beginn der Etappe zu Fall gekommen, konnte aber sofort weiterfahren.

Quelle: ntv.de, Andreas Zellmer und Stefan Tabeling, dpa

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