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"Schwerwiegender Notfall" DEL-Spiel in Köln wird abgebrochen

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Adler bejubeln den nächsten Sieg und verkürzen den Abstand auf DEL-Tabellenführer München.

(Foto: picture alliance/dpa)

Meister Mannheim ist in der DEL das Team der Stunde. Die Adler setzen ihre Siegesserie auch gegen den schwächelnden Tabellenführer München fort. Dagegen erleben die Eisbären aus Berlin eine böse Überraschung. In Köln wird der Eishockeysport zur Nebensache.

Meister Adler Mannheim hat seine Aufholjagd in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) fortgesetzt und auch vor dem strauchelnden Spitzenreiter Red Bull München nicht haltgemacht. Die Adler gewannen beim Vizemeister mit 3:2 (1:0, 0:0, 1:2, 1:0) nach Verlängerung und verkürzten durch ihren siebten Sieg in Serie den Rückstand als Dritter auf zwölf Punkte. Die Münchner stehen vor allem wegen des herausragenden Saisonstarts weiter souverän an der Spitze, mit elf Siegen in Serie hatten die Bayern einen DEL-Rekord aufgestellt und sich auch in der Folge stark präsentiert. Von den vergangenen fünf Ligaspielen verlor die Mannschaft nun allerdings drei.

Das wegen einiger Verletzungen ersatzgeschwächte Team von Trainer Don Jackson gestaltete das Spiel gegen den Finalgegner der vergangenen Saison weitgehend ausgeglichen. Nationalspieler David Wolf (18.) brachte Mannheim im ersten Drittel in Führung, im Schlussabschnitt erhöhte Nicolas Krämmer (42.). Mit einem Doppelschlag in weniger als zwei Minuten rettete Trevor Parkes (59./60.) München in die Verlängerung, seinen zweiten Treffer erzielte er acht Sekunden vor der Sirene. In der Overtime brachte Benjamin Smith (61.) aber die Entscheidung für die Adler.

Spielabbruch in Köln - blamierte Eisbären

Die zweitplatzierten Straubing Tigers rückten bis auf acht Zähler an München heran, sie gewannen 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) gegen die Düsseldorfer EG. Hinter den besten Drei wird die Lücke immer größer, auch weil die Eisbären Berlin überraschend bei Schlusslicht Schwenninger Wild Wings mit 4:5 (0:1, 4:2, 0:2) ihre dritte Niederlage in Folge kassierten. Berlin hat als Vierter schon zehn Punkte Rückstand auf Mannheim.

In Köln sorgte ein medizinischer Notfall im Publikum für Bestürzung und einen Spielabbruch. Das Duell der Haie mit den Nürnberg Ice Tigers wurde nach 2:45 Minuten zunächst unterbrochen, Sanitäter waren auf dem Unterrang im Einsatz. Auch Ärzte der Haie halfen mit, Ordner deckten den Bereich mit schwarzen Tüchern ab. Etwa eine halbe Stunde später wurde der Abbruch des Spiels beschlossen. "Aufgrund eines schwerwiegenden Notfalls in der Arena sehen wir uns außerstande, die Partie fortzuführen", sagte Haie-Geschäftsführer Philipp Walter via Hallen-Mikrofon unter Applaus der Zuschauer. Einen solchen Abbruch hatte es laut einem DEL-Sprecher zuvor noch nie gegeben. Nähere Details wurden nicht bekannt.

Quelle: ntv.de, bad/sid/dpa