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Später Sieg im Österreich-Krimi DHB-Team kämpft sich in die Hauptrunde

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Lukas Mertens und seine Mannschaft setzte sich gegen Österreich durch.

(Foto: imago images/camera4+)

Krimi gegen Österreich: Mit dem zweiten Sieg bei der Handball-Europameisterschaft im zweiten Spiel steht das DHB-Team schon so gut wie in der Hauptrunde, wo dann die dicken Brocken warten. Lange hält die österreichische Mannschaft mit, das Team von Alfred Gislason kann sich erst spät absetzen.

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Die deutschen Handballer haben ihren Corona-Schreck gut verdaut und den Einzug in die EM-Hauptrunde vor Augen. Das DHB-Team von Bundestrainer Alfred Gislason schlug im zweiten Vorrundenspiel auch Österreich mit 34:29 (15:16), benötigte einen Tag nach dem positiven Testergebnis von Julius Kühn allerdings einen echten Kraftakt - und einen ganz starken Till Klimpke im Tor.

Der Turnierdebütant zeigte etliche Paraden und führte die deutsche Mannschaft in die Spur. Zudem zeigte sich die DHB-Auswahl im Angriff enorm treffsicher und zog dem unangenehmen Gegner aus dem Nachbarland so nach der Pause den Zahn. Zum besten Werfer avancierte in Bratislava Rechtsaußen Timo Kastening mit neun Toren. Durch den Sieg Polens gegen Belarus (29:20) steht der Hauptrundeneinzug bereits fest. Im letzten Vorrundenspiel am Dienstag (18 Uhr/ZDF und im Liveticker auf ntv.de) geht es gegen Polen nun darum, sich die ersten beiden Punkte für die Hauptrunde zu erspielen.

Vor 1485 Zuschauern, die in der Ondreja Nepelu Arena für eine hitzige Atmosphäre sorgten, setzte sich das DHB-Team nach der Pause allmählich ab. Zum Turnierauftakt hatte Deutschland am Freitag beim 33:29 gegen Belarus eine vielversprechende Leistung gezeigt - und auch da erst nach der Pause vollends überzeugt. Vor der Partie hatte Kühns positive PCR-Probe für mächtig Wirbel gesorgt. Gislason empfand es aufgrund der Ausgangslage in der Vorrundengruppe D dennoch als "nicht schwer", den Fokus auf das Österreich-Spiel zu richten: "Wir müssen weitere Punkte folgen lassen", forderte der DHB-Coach vor Anwurf in der ARD.

Defensive wieder ein Schwachpunkt

Wie schon zum Auftakt setzte der Isländer zwischen den Pfosten zunächst auf Klimpke - und nicht auf 2016er-Europameister Andreas Wolff. Diesmal ging der Plan mit dem Youngster von der HSG Wetzlar gut auf. Zwar startete Deutschland mit einem 0:3 (6.) denkbar schlecht. Doch auch dank starker Paraden Klimpkes holte der zweimalige Europameister den Rückstand schnell auf. Beim 6:5 (11.) lag Deutschland erstmals vorn, anschließend entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Gislason verteilte dabei wie erwartet die Kräfte: Schon vor der Pause hatte der Routinier bis auf Lukas Zerbe alle Spieler seines 16er-Kaders eingesetzt.

Generell kam Deutschland wie schon im ersten Spiel defensiv zunächst nicht gut zurecht, auch ein offensiveres Deckungssystem fruchtete im ersten Abschnitt nicht. "Verdammt nochmal, wir pennen da in der 3-2-1-Abwehr", motzte Gislason in seiner ersten Auszeit. Österreich kam immer wieder über seinen Starspieler Nikola Bilyk sowie über den Kreis zu einfachen Toren. "Till macht das im Tor super, aber wir müssen ihm helfen", forderte Teammanager Oliver Roggisch zur Pause.

Verlass war jedoch auf den Offensivmotor, Deutschland leistete sich kaum Fehlwürfe. Im linken Rückraum ersetzte der Göppinger Sebastien Heymann Kühn mit einer tollen Quote sehr gut, auch die Außenspieler Kastening und Lukas Mertens waren sofort im Spiel. Als sich die Defensive nach dem Seitenwechsel stabilisierte, zog die unerfahrene deutsche Mannschaft allmählich davon. Nach dem Seitenwechsel standen zeitweise fünf Turnierneulinge auf dem Feld.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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