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19. Quali-Erfolg nacheinander DHB-Team müht sich bei Kurztrip in Bosnien

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Sebastian Heymann konnte sich nur selten auszeichnen.

(Foto: imago images/Aleksandar Djorovic)

Lange bleiben will die deutsche Handball-Nationalmannschaft in Bosnien und Herzegowina nicht. Ankunft, EM-Qualifikationsspiel, Abreise - alles innerhalb eines Tages. Die Leistung fällt dabei durchwachsen aus. Am Ende richten es vor allem bewährte Kräfte.

Mühe und Kampf statt Spektakel und Tempo: Die deutschen Handballer haben beim ersten Härtetest ihres Olympia-Castings einen schwer erarbeiteten Pflichtsieg eingefahren. Das DHB-Team von Bundestrainer Alfred Gislason wahrte in der EM-Qualifikation durch ein 26:24 (15:15) in Bosnien und Herzegowina seine weiße Weste und baute seine Erfolgsserie im Wettbewerb auf 19 Quali-Siege in Folge aus.

Linksaußen Marcel Schiller war beim Blitztrip nach Bugojno mit zehn Treffern der erfolgreichste Schütze für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die viele Probleme hatte und das Spiel erst kurz vor Schluss zu ihren Gunsten entschied. Am Sonntag (18.00/Sport1) können die DHB-Männer in Stuttgart gegen Estland eine perfekte Qualifikation mit sechs Siegen aus sechs Spielen perfekt machen.

Deutschland hatte bereits im Januar die Teilnahme an der Endrunde der EM 2022 in Ungarn und der Slowakei gesichert. Daher standen bei der unter strengen Corona-Maßnahmen durchgeführten Tagesreise nach Bosnien, wo das DHB-Team erst am Donnerstagvormittag eintraf und von wo noch am späten Abend die Rückreise nach Deutschland erfolgen sollte, bereits die Olympischen Spiele in Tokio im Fokus. Gislason testete vor allem im Rückraum.

Gislason findet keine Ruhe

Der DHB-Coach startete mit Spielmacher Juri Knorr auf der Mitte, Sebastian Heymann auf halb-links sowie Fabian Wiede auf halb-rechts. Vom Trio forderte er vor dem Spiel in der ARD zu "zeigen, wie weit sie unter schwersten Bedingungen sind". Letztlich ragten aber vor allem die Außenspieler Schiller und Timo Kastening mit ihrer Treffsicherheit sowie Torhüter Andreas Wolff heraus, Knorr zeigte in einem lange zähen Spiel immerhin ordentliche Ansätze.

Deutschland fand recht mühsam in die Partie. Die Gastgeber, die noch um ihr EM-Ticket kämpfen, hielten das Spiel mit schnellen Einzelaktionen im Angriff spannend. Der umgebauten DHB-Auswahl unterliefen im eigenen Angriff zu viele Fehler - Gislason beobachtete das Spiel mit verschränkten Armen zunächst in aller Ruhe.

Kurz bevor Bosnien um den starken Bundesliga-Keeper Benjamin Buric (Flensburg) die erste deutsche Drei-Tore-Führung (11:8/22.) zu einer eigenen Führung (12:13/26.) gedreht hatte, brachte der Isländer Spielmacher Philipp Weber für Heymann, der häufig übermotiviert agierte. Weber, der den verletzt fehlenden Uwe Gensheimer als Kapitän vertrat, verlieh dem deutschen Angriffsspiel aber zunächst ebenfalls keine Dynamik.

Es blieb ein enges Spiel, und das auch als Gislason nach der Pause auf routinierte Kräfte wie Steffen Weinhold oder Julius Kühn setzte. Deutschland traf immer wieder die falschen Entscheidungen, ging aber beim 23:21 (51.) erstmals wieder mit zwei Toren in Führung. Gislason tigerte in seiner Coachingzone nervös auf und ab.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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