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Traum von Olympia lebt DHB-Team verpasst WM-Medaille

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Die deutschen Handballerinnen kassieren gegen Norwegen eine knappe Niederlage.

(Foto: imago images/Bildbyran)

Eine Medaille können die deutschen Handballerinnen bei der Weltmeisterschaft in Japan nicht mehr gewinnen. Die Auswahl von Bundestrainer Henk Groener verliert knapp gegen die favorisierten Norwegerinnen. Der Traum von der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio lebt aber weiter.

Die deutschen Handballerinnen haben bei der WM in Japan das Halbfinale verpasst. Das Team von Bundestrainer Henk Groener unterlag Rekord-Europameister Norwegen zum Hauptrunden-Abschluss mit 29:32 (16:17) und muss damit auch um die Teilnahme an einem von drei Olympia-Qualifikationsturnieren im März bangen.

Statt nach der ersten Medaille seit WM-Bronze 2007 zu greifen, geht es am Freitag (ab 3.30 Uhr unserer Zeit auf sportdeutschland.tv) gegen Schweden um Platz sieben und die Fortsetzung des Olympia-Traums. Die Gruppe I schlossen die DHB-Frauen mit 5:5 Punkten als Vierter ab. "Enttäuschung pur", sagte Kapitänin Kim Naidzinavicius. "Wir starten so gut ins Turnier, und wenn es drauf ankommt, rufen wir unsere Leistung nicht mehr ab."

"Es ist enttäuschend, dass wir es nicht geschafft haben", sagte Groener: "Wir waren nicht fit genug. Man hat gemerkt, die Mädels waren richtig müde. Das ist sehr schade. Norwegen hat ein starkes Spiel gemacht, aber wir haben denen das Leben richtig schwer gemacht bis zum Schluss. Jetzt gilt es, zu regenerieren und vorzubereiten auf das letzte Spiel."

Chancen bis zum Schluss

Beste deutsche Werferin gegen Norwegen war Emily Bölk mit sechs Treffern. Ein Remis hätte zum ersten Halbfinal-Einzug bei einer WM seit zwölf Jahren gereicht. Das deutsche Team hielt die Partie gegen den Olympiasieger von 2008 und 2012 lange spannend - ohne Happy End. "Wir haben in der Abwehr nicht gut gestanden und uns im Angriff sehr schwer getan", analysierte Torfrau Dinah Eckerle. "Dass es so gelaufen ist, ist sehr bitter."

Alle Spiele, alle Tore

Wer spielt gegen wen, wann und wo? Die Kollegen von sport.de haben wie stets den Überblick, zum Spielplan der Handball-Weltmeisterschaft geht es hier.

Hinzu kam, dass Linkshänderin Alicia Stolle bereits nach 13 Minuten unglücklich umknickte und erst in der Schlussphase auf das Parkett zurückkehren konnte. Norwegen nutzte den kurzen Schockzustand im deutschen Team aus und wandelte einen 9:10-Rückstand in eine 14:10-Führung um. Zusätzlich leistete sich das DHB-Team einen unkonzentrierten Start mit fünf schnellen Gegentoren zu Beginn der zweiten Halbzeit (17:22). Doch sie kämpften sich wieder heran und hatten bis zum 29:31 (59.) alle Chancen auf eine weitere Überraschung. Doch am Ende fehlte im achten Turnierspiel vor allem in der Offensive die Durchschlagskraft.

Mehrfach hatte Deutschland die Möglichkeit, auf ein Tor zu verkürzen, blieb aber an der norwegischen Deckung hängen. Gruppensieger Norwegen trifft im Halbfinale auf Spanien. Den zweiten Endspiel-Teilnehmer ermitteln Olympiasieger Russland und die Niederlande. Das Spiel um Platz fünf bestreiten Serbien und Montenegro.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa