Sport

"Sehr problematische Finanzlage" DOSB braucht Geld

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) befindet sich laut Thomas Bach "in sehr problematischer Finanzlage". Der DOSB-Präsident erklärte nach einer Klausurtagung in der Sportschule Hennef bei Bonn, man habe zwar das 2006 durch den früheren Deutschen Sportbund (DSB) übernommene Defizit beseitigt, verzeichne aber aufgrund drastisch gesunkener Einnahmen durch die Glücksspirale eklatante Einnahme-Einbrüche von 2,6 Millionen Euro.

Während der DSB 2006 über die Glücksspirale noch 6,8 Millionen Euro erhielt, sei diese Summe 2008 auf 4,2 Millionen geschrumpft. Auch für das kommende Jahr könne man nicht mit mehr rechnen.

Mit Ausnahme der Finanzen bezeichnete Bach die Halbzeitbilanz des 2006 aus DSB und dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) für Deutschland entstandenen Dachverband als positiv: "Der DOSB ist schneller zusammengewachsen als wir erträumt hatten. Dies ist nur gelungen, weil wir über aktuelle Fragen die Grundlagenarbeit nicht vernachlässigt haben."

Alle Abstimmungen mit Traumquoten

Laut Bach gab es in Diskussionen eine große Geschlossenheit. Viele wichtige Entscheidungen seien mit mindestens 95 Prozent Zustimmung getroffen worden, die Bewerbung um Winter-Olympia 2018 in München sogar mit 100 Prozent.

Fünf Schwerpunkte für die Arbeit bis 2010 nannte Michael Vesper sieben Wochen vor der DOSB-Mitgliederversammlung in Rostock-Warnemünde (6. Dezember). Hohe Bedeutung misst der Generaldirektor der Münchner Olympia-Bewerbung zu. Vesper verwies darauf, bei Olympia in Peking habe man am Beispiel London 2012 gesehen, wie sehr eine erfolgreiche Bewerbung den Sport in einem Lande nach vorn bringen könne. Großbritannien habe 1996 in Atlanta nur einmal Gold gewonnen, in Peking 18 Olympiasiege gefeiert.

Weitere Schwerpunktziele seien Unterstützung und Hilfe für Vereine, eine Bildungsoffensive, eine noch bessere Ausstattung des Spitzensports sowie eine Optimierung im Bereich Anti-Doping (Prävention und Kontrollen) in Zusammenarbeit mit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA).

Quelle: ntv.de

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