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Price rüpelt Anderson weg Darts-Grand-Slam endet mit Coup und Eklat

Erst scheitert Titelverteidiger Michael van Gerwen im Halbfinale des Grand Slam of Darts, dann stürzt im Finale sensationell auch dessen Bezwinger Gary Anderson. Der Schotte unterliegt Außenseiter Gerwyn Price, der Anderson erst provoziert und dann noch verhöhnt.

Freunde des gepflegten Pfeilwurfs kamen in der vergangenen Woche beim Grand Slam of Darts in Wolverhampton voll auf ihre Kosten. Der deutsche Außenseiter Michael Unterbuchner schrieb Darts-Geschichte, es gab einen bizarren "Furz-Streit" im Achtelfinale, Darts-Dominator Michael van Gerwen wurde nach drei Triumphen in Folge im Halbfinale gestoppt, ehe es im Endspiel mit dem Coup des Walisers Gerwyn Price gegen Doppel-Weltmeister Gary Anderson die finale Pointe gab.

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Gerwyn Price kann trotz Rugby-Statur auch richtig gut Darts spielen.

(Foto: imago/Agentur 54 Grad)

Mit 16:13 triumphierte der 33-jährige Price, ein Ex-Rugby-Spieler mit immer noch definierter Rugby-Muskulatur, sensationell gegen den favorisierten Schotten - obwohl der zwischenzeitlich schon gewonnen zu haben schien. Zumindest führte der Schotte mit 11:8, nachdem Price das Finale bis zum Stand von 8:8 offen gehalten hatte. Doch statt einzuknicken, biss sich Price trotz drei Legs Rückstand zurück ins Spiel - nicht nur mit spielerischen Mitteln. Nach guten Würfen jubelte er demonstrativ vor Anderson und wurde immer stärker, je mehr sich das Publikum auf die Seite des Favoriten schlug.

Häme nach dem Sieg

Anderson zeigte sich zunehmend irritiert vom Verhalten seines Kontrahenten und rempelte diesen zwischendurch sogar an. Plötzlich lag Anderson mit 13:14 zurück - und brach dann endgültig ein. Nach seiner Niederlage verweigerte Anderson dem Waliser den obligatorischen Handschlag, womit das bizarre Finalduell aber nicht beendet war.

Denn beim Sieger-Interview verhöhnte Price den Schotten dann auch noch. "Ich wusste, dass Gary Anderson unter dem Druck zusammenbricht. Und so ist es auch gekommen", wird Price bei Sport 1 zitiert: "Pech für ihn. Er jammert immer, dabei soll er sich auf sein eigenes Spiel konzentrieren."

Quelle: ntv.de, cwo