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BBL-Abstieg besiegelt, aber... Der tiefe Absturz von Ex-Meister Frankfurt

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Quantez Robertson und die Fraport Skyliners steigen sportlich aus der BBL ab.

(Foto: IMAGO/Eibner)

Mit Gießens Niederlage gegen Braunschweig ist der Abstieg von Frankfurts Basketballern endgültig perfekt. Der frühere Meister und Pokalsieger hat ein hartes Jahr hinter sich. Trotz des sportlichen Abstiegs bemühen sich die Hessen um eine Erstliga-Lizenz.

Die Basketballer von Fraport Skyliners Frankfurt mussten tatenlos mitansehen, wie ihr Abstieg aus der Bundesliga besiegelt wurde. Durch den 82:66 (49:41)-Sieg der Basketball Löwen Braunschweig bei den Gießen 46ers steht für die Hessen der schwere Gang in die zweite Liga fest. Bei noch drei ausstehenden Spielen können die Frankfurter nicht mehr die Abstiegsränge verlassen. In Gießen waren David Krämer (14), Owen Klassen (13) und Nicholas Tischler (11) die erfolgreichsten Werfer der Braunschweiger, die sich mit dem Sieg den Klassenerhalt sicherten. Bei den 46ers ragte Kendale McCullum mit 19 Punkten heraus.

Für das Team aus der Mainmetropole - immerhin Meister 2004 und Pokalsieger 2000 - ist es der Tiefpunkt einer durchweg ernüchternden Saison. Vor dem eigenen Sieg in Oldenburg am Montag hatte es sechs Niederlagen am Stück gesetzt, im Kalenderjahr 2022 gelangen bislang gerade einmal drei Siege. Und die verbleibenden Spiele gegen den ebenfalls schwer abstiegsbedrohten Lokalrivalen aus Gießen sowie Crailsheim und Bayreuth werden nun bedeutungslos.

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Wie es für die Hessen weitergeht, ist offen. Nachdem der Verein sich den Schritt lange Zeit offengehalten hatte, wurde am Dienstag bekannt, dass sich die Skyliners trotz des sportlichen Niedergangs um eine Erstligalizenz bemühen. Sie sind damit einer von 22 Kandidaten. Die Entscheidung über die Zulassung soll Anfang Mai fallen, wie die Basketball-Bundesliga mitteilte. Personell und im Kader dürfte sich einiges ändern. Auf dem Trainerposten durften sich in dieser Saison Diego Ocampo, der ewige Assistent Klaus Perwas und derzeit noch Luca Dalmonte versuchen. Der Erfolge wollte sich aber zu keinem Zeitpunkt einstellen.

Schon vor dem finalen Aus am Abend waren die Hoffnungen der Skyliners nur noch theoretischer Natur. Nach der Niederlage bei den Hamburg Towers war der Abstieg schon in der Vorwoche kaum mehr noch zu verhindern. Nur komplizierte Rechenspiele und Dreiervergleiche hätten die Hessen vor dem extrem unbequemen und gefürchteten Sturz in die 2. Liga bewahren können. Vor gerade einmal sechs Jahren krönten sich die Frankfurter noch zum Titelgewinner im Fiba Europe Cup - nun folgte ausgerechnet nach zwei finanziell sehr schweren Pandemie-Jahren der größte Tiefschlag.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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