Sport

"Geile Scheiße, ist das krank" Deutsches Doppel landet French-Open-Coup

a08c627b7e1bcc78a0b8eb360e580dfa.jpg

Kevin Krawietz und Andreas Mies nach dem Sieg.

(Foto: REUTERS)

Es ist erst das zweite deutsche Herrendoppel in der Geschichte, das ein Grand-Slam-Turnier gewinnt: Die Tennisprofis Kevin Krawietz und Andreas Mies sichern sich überraschend den Titel bei den French Open in Paris.

Die deutschen Tennisprofis Kevin Krawietz und Andreas Mies haben überraschend den Doppeltitel bei den French Open in Paris gewonnen. Das Duo aus Coburg und Köln setzte sich im Finale gegen die Franzosen Jeremy  Chardy und Fabrice Martin mit 6:2 und 7:6 (7:3) durch. "Unser Traum ist in Erfüllung gegangen. Letztes Jahr haben wir bei Challenger-Turnieren angefangen und jetzt bei einem Grand Slam gewonnen, das ist unglaublich", sagte Mies und bedankte sich bei der mitgereisten Familie und der kleinen deutschen Fangruppe: "Leute, ihr seid der absolute Wahnsinn."

b10a9496f7e84840954f4f8d01aaec00.jpg

Krawietz und Mies können sich über ein sattes Preisgeld freuen.

(Foto: imago images / PanoramiC)

Für den bislang  größten Erfolg ihrer Karriere kassierten sie, die erst seit anderthalb Jahren regelmäßig zusammenspielen und beim Turnier in Wimbledon 2018 ihr Grand-Slam-Debüt gaben,  gemeinsam ein Preisgeld von 580.000 Euro. "Ich habe gestern noch über eine Siegerrede nachgedacht, jetzt ist alles weg. Ich finde keine Worte", sagte der 27 Jahre alte Krawietz.

Er und der ein Jahr ältere Mies sind nach Gottfried von Cramm und Henner Henkel, die 1937 in Paris und bei den US Open triumphierten, erst das zweite deutsche Herrendoppel, das ein Grand-Slam-Turnier gewinnt. Philipp Petzschner hatte mit dem Österreicher Jürgen Melzer 2010 in Wimbledon und 2011 bei den US Open den Titel geholt. Michael Stich gewann an der Seite des US-Amerikaners John McEnroe 1992 in Wimbledon.

Sprüche der Sieger

"Geile Scheiße, ist das krank." Der deutsche Tennisspieler Andreas Mies nach dem Doppel-Triumph bei den French Open mit seinem Partner Kevin Krawietz.

"Dann reißen wir heute Abend noch den Eiffelturm ab." Mies zur geplanten Abendgestaltung.

"Ich dachte, wo bleibst du denn? Warum springst du nicht auf mich drauf?" Mies auf die Frage, ob der Jubel nach dem Matchball, als beide sich synchron auf den Rücken fallen ließen, einstudiert war.

 

Quelle: ntv.de, ghö/sid/dpa