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Trainer ist bekennender Faschist Di Canio übernimmt Sunderland

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Seine dunkle Seite ist seine politische Überzeugung: Paolo Di Canio.

(Foto: REUTERS)

Trainerwechsel in der Premier-League: Beim abstiegsbedrohten FC Sunderland übernimmt der Italiener Paolo Di Canio das Ruder. Der einstige Lazio-Kapitän bekennt sich zum Faschismus, dem ehemaligen britischen Außenminister geht das zu weit.

Mit seinem erhobenen rechten Arm hatte Di Canio die Fans des gegnerischen AS Rom provoziert. Die Abgeordnete des Europaparlamentes Alessandra Mussolini war tief gerührt.

Mit seinem erhobenen rechten Arm hatte Di Canio 2005 gegnerische Fans provoziert.

Der umstrittene Italiener Paolo Di Canio ist neuer Trainer beim abstiegsgefährdeten englischen Fußball-Erstligisten FC Sunderland. Di Canio, der als Profi wegen seiner rechtsgerichteten politischen Einstellung regelmäßig in der Kritik stand, wurde einen Tag nach der Trennung von Martin O'Neill engagiert.

Der Nordire war im Anschluss an das 0:1 in der Premier League gegen Tabellenführer Manchester United entlassen worden. Sunderland hat nach seiner 14. Saisonniederlage als Tabellen-16. nur noch einen Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsrang.  Der frühere Nationalspieler O'Neill war bei den "Black Cats" seit Dezember 2011 im Amt. Di Canio, ehemaliger Kapitän des italienischen Spitzenklubs Lazio Rom, war bis Februar Trainer beim englischen Drittligisten Swindon Town.

Di Canio hatte als Profi bei Lazio Rom für Schlagzeilen gesorgt, als er den rechten Arm hob, um die Fans zu grüßen. Am 11. Dezember 2005 provozierte er die Anhänger des Lazio-Gegners Livorno mit der faschistischen Geste. Auf der Insel ermittelte 2012 der englische Fußballverband wegen rassistischer Beleidigungen gegen Di Canio. Wie die "Gazzetta dello Sport" schreibt, wies Di Canio die Rassismus-Vorwürfe weit von sich. Er sagte demnach: "Ich bin Faschist, aber kein Rassist."

Wie der Londoner "Guardian" berichtet, ist bereits ein Aufsichtsratsmitglied des FC Sunderland zurückgetreten. David Milliband, einstiger britischer Außenminister und Labour-Abgeordneter im britischen Parlament, nahm seinen Hut.  Er sagte "Ich wünsche Sunderland alles Gute für die Zukunft, (...) angesichts der politischen Aussagen des neuen Trainers, halte ich es aber für richtig, mein Amt niederzulegen."

Quelle: ntv.de, vpe/sid

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