Sport

Wintersport kompakt Dominator Loch und die Mamas sind zurück

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Eitberger weint Tränen der Freude und Erleichterung.

(Foto: dpa)

Wohl kaum jemand fürchtet die Deutschen so sehr, wie die Rodel-Weltelite. Aus guten Grund: Sie dominieren den Weltcup - und jetzt kehren gleich mehrere Erfolgsgaranten zurück. Weniger gut geht es im Langlauf, während im Ski alpin für den verletzten Thomas Dreßen ein anderer in die Bresche springt.

Biathlon

Auch ohne Olympiasieger Arnd Peiffer ist die deutsche Biathlon-Staffel zum Abschluss der ersten Weltcup-Woche in Hochfilzen auf Platz drei gelaufen. Erik Lesser, Roman Rees, Benedikt Doll und Philipp Horn lagen nach sieben Nachladern 44,1 Sekunden hinter Olympiasieger Schweden. Norwegen wurde trotz einer Strafrunde Zweiter. "Wir können sehr zufrieden sein. Es war der erwartet harte Kampf", sagte Chef-Bundestrainer Mark Kirchner.

Das Frauen-Quartett um die Sprint-Dritte Franziska Preuß, die eine Strafrunde laufen musste, verpasste das Podest auf Rang vier um 0,2 Sekunden. Preuß war aber in der Verfolgung als Achte beste Deutsche. Doll und Lesser dagegen schafften es im Jagdrennen nicht in die Top Ten. Beim zweiten Teil des Weltcups in Österreich von Donnerstag an kehrt der in der ersten Woche aus privaten Gründen fehlende Peiffer wieder zurück.

Bob

Francesco Friedrich ließ seine Niederlage nicht unbeantwortet. Nur 24 Stunden nach der beeindruckenden Siegesfahrt von Johannes Lochner fuhr der Zweierbob-Rekordweltmeister mit Thorsten Margis beim Weltcup in Innsbruck/Igls wieder knapp an dem Berchtesgadener vorbei. "Es waren zu viele kleine Fehler in beiden Läufen, gerade in Ausfahrt neun", sagte Friedrich am Sonntag trotz seines sechsten Saisonsieges nicht ganz zufrieden.

Bei der Premiere für die deutschen Pilotinnen in der Disziplin Monobob fuhr Laura Nolte auf Rang zwei hinter der Australierin Breeana Walker. Im größeren Zweierbob verwies Nolte dann beim deutschen Dreifacherfolg mit Anschieberin Deborah Levi die Teamkolleginnen Kim Kalicki/Ann-Christin Strack und Mariama Jamanka/Leonie Fiebig auf die Plätze.

Langlauf

Drei starke Nationen fehlten, trotzdem reichte es für die deutschen Langläufer knapp nicht zu einem Top-Ten-Platz. Katharina Hennig und Florian Notz belegten in ihren Freistil-Distanzrennen jeweils Rang elf und waren damit in Davos die besten Athleten in der Mannschaft von Teamchef Peter Schlickenrieder. 1,6 Sekunden trennten Hennig am Sonntag von Rang zehn. Beim 28-jährigen Notz fehlten 6,1 Sekunden auf den zehnten Platz. Norwegen, Schweden und Finnland waren in der Schweiz nicht dabei. Bei den Frauen siegte die US-Amerikanerin Rosie Brennan, bei den Männern Alexander Bolschunow aus Russland.

Rodeln

Felix Loch ist wieder der Dominator im Eiskanal. Nach seiner 22-monatigen Durststrecke holte er in Oberhof nun schon den vierten Weltcupsieg hintereinander. "Es geht einfach alles auf. Das ist einfach cool, der Lauf war wirklich von oben bis unten gut", sagte Loch nach seinem Bahnrekord auf der modernisierten Bahn, womit er den führenden Johannes Ludwig noch abfing.

Rasant wie einst präsentierten sich die zurückgekehrten Mamas. Datjana Eitberger fuhr vor Natalie Geisenberger ihren ersten Weltcupsieg ein. "Als ich die Eins gesehen habe, war alles vergessen. Sofort liefen die Tränen, ich bin überwältigt", sagte Eitberger. Erstmals ganz oben standen auch die Doppelsitzer-Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken. Mit zwei Laufbestzeiten verwiesen sie die bislang siegreichen Österreicher Thomas Steu/Lorenz Koller auf Rang zwei. Die viermaligen Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt mussten sich nach einem Sturz im ersten Lauf mit Rang 18 begnügen. Mit dem abschließenden Sieg in der Teamstaffel holten die Deutschen alle Siege in Thüringen.

Ski alpin

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Sander fliegt ins Glück.

(Foto: dpa)

Auch ohne ihren verletzten Top-Mann Thomas Dreßen haben die deutschen Skirennfahrer am ersten Speed-Wochenende der WM-Saison mit guten Platzierungen überzeugt. Andreas Sander und Romed Baumann rasten beim sensationellen Abfahrtssieg des Slowenen Martin Cater am Sonntag in Val d'Isère auf die Ränge sieben und neun. "Es ist ein mega Saisoneinstand. Das hätte ich mir wirklich nicht erträumt", sagte Sander, der im Super-G tags zuvor bereits einen beachtlichen achten Platz erreicht hatte. Für Baumann war es beim Sieg des Schweizers Mauro Caviezel am Samstag mit Rang 35 nicht so gut gelaufen. Josef Ferstl landete nach Platz 18 im Super-G in der Abfahrt am Sonntag nur auf Rang 38.

Den Riesenslalom der Damen in Courchevel am Samstag gewann die Italienerin Marta Bassino, das deutsche Trio verpasste den zweiten Lauf. Der für Sonntag geplante Riesentorlauf wurde wetterbedingt auf Montag verschoben.

Snowboard

Die deutschen Snowboarderinnen haben gleich zum Auftakt ihrer Weltcup-Saison ihre Klasse unter Beweis gestellt. Selina Jörg, Ramona Hofmeister und Cheyenne Loch bejubelten am Samstag im Parallel-Riesenslalom in Cortina d'Ampezzo die Plätze zwei, drei und vier. Weltmeisterin Jörg musste sich erst im Finale Olympiasiegerin Ester Ledecka geschlagen geben. "Das war ein echt cooler Auftakt. Cortina war schon immer eines meiner absoluten Lieblingsrennen und bleibt es auf jeden Fall", schwärmte die 32-Jährige aus Sonthofen. Bei den Herren erreichte nur der WM-Dritte Stefan Baumeister die K.-o.-Runde der besten 16, schied aber im Achtelfinale gegen den späteren Sieger Roland Fischnaller (Italien) aus.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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