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Vonn feiert mit Silber-Jungs Eishockey-Sause bringt Technik zum Absturz

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Nass, nasser, die Eishockey-Party im Deutschen Haus.

(Foto: dpa)

Die deutsche Eishockey-Mannschaft schmeißt im Deutschen Haus in Pyeongchang eine Party vom Kaliber "feucht, fröhlich, zerstörerisch". Die empfindliche Technik leidet erheblich unter den Sektduschen der Silbermedaillengewinner. Mit dabei ist auch Lindsey Vonn.

Die Abschlussfeier der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft in Pyeongchang hat die empfindliche Technik im Deutschen Haus beschädigt. Die Silbermedaillengewinner der Olympischen Winterspiele hatten Sektfontänen durch den Saal gespritzt, darunter litt vor allem die Videoleinwand. Sie fiel zeitweise gänzlich aus. Auch das Mikrofon des Moderators funktionierte nicht mehr, nachdem es mit Sekt übergossen wurde.

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Am Valentinstag war Vonn noch auf der Suche nach ihrem "Herzbuben". Ob sie ihn vielleicht auf der deutschen Party gefunden hat?

(Foto: dpa)

An der stürmischen Party nahm auch US-Skistar Lindsey Vonn teil. Torjäger Yannic Seidenberg hatte die Skirennfahrerin spontan eingeladen. "Ich feiere gern mit den Jungs, ich kann nur nicht so viel trinken", sagte die 33-jährige Bronzemedaillengewinnerin. Schon auf dem Hinflug nach Pyeongchang hatte Seidenberg zufällig den Sitz neben Vonn ergattert, seither hatte der Kontakt offenbar gehalten. Am Rande der Schlussfeier postete Seidenberg auch ein gemeinsames Foto mit Vonn, beide zeigen ihre bei den Winterspielen gewonnenen Medaillen.

Trotz der knappen Finalniederlage gegen Russland (3:4) wurden die Kufencracks von Bundestrainer Marco Sturm mit Sprechchören "So sehen Sieger aus" gefeiert. Für die Feier der deutschen Eishockey-Mannschaft hatte die deutsche Delegationsleitung extra eine verlängerte Öffnungszeit des Deutschen Hauses verfügt. Eigentlich sollte der Treffpunkt für Sportler, Sponsoren, Fans und Medien bereits am Samstagabend schließen. In knapp zwei Wochen öffnet das auf einer Golfanlage gelegene Deutsche Haus wieder für die Paralympics.

Keine Zeit zum Durchatmen

Für einige Eishockey-Spieler gibt es nach der Party und dem sensationellen Erfolg aber keine Verschnaufpause. Betroffene sind jene, die bei den Adler Mannheim unter Vertrag stehen:  Auswahl-Kapitän Marcel Goc, seine Sturmkollegen Marcus Kink, Matthias Plachta und David Wolf und Torhüter Dennis Endras. Zwar fliegen sie erst heute zurück nach Deutschland, sollen am Mittwoch aber schon im Spiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Schwenniger Wild Wings wieder auf dem Eis stehen. Auch der vorzeitig verletzt von den Winterspielen abgereiste Verteidiger Sinan Akdag soll dann wieder dabei sein, wie ein Sprecher der Adler sagte.

"Wir haben nicht das Luxusproblem wie Meister München, der sich bereits für die Playoffs qualifiziert hat", sagte der Sprecher. "Wir brauchen unsere Nationalspieler, wir sind mitten im Kampf um die Plätze." Als Tabellenneunter wären die Nordbadener nach einer bisher enttäuschenden Saison derzeit lediglich für die erste Runde der Playoffs qualifiziert.

Quelle: n-tv.de, lsc/dpa

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