Sport

HSV-Aufsichtsrat gnädig Entwarnung für Beiersdorfer

Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer darf trotz heftiger Kritik an seiner Person vorerst beim Hamburger SV bleiben. "Natürlich sind in der Vergangenheit Fehler gemacht worden. Aber wir werden Beiersdorfer weder entlassen, noch ist bei unserer Tagung darüber diskutiert worden. Wir wollen mit ihm weitermachen", sagte Horst Becker, neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates, der "Bild"-Zeitung. Ex-Nationalspieler und Aufsichtsrat Willi Schulz hatte zuvor auf eine baldige Ablösung von Beiersdorfer gedrängt.

Nach dem Rücktritt des langjährigen Vorsitzenden Udo Bandow aus gesundheitlichen Gründen hatte das Kontrollgremium vor dem 3:0-Heimsieg gegen Dortmund eineinhalb Tage zusammengesessen. "Das Thema wird auch bei der nächsten Sitzung nicht auf der Tagesordnung stehen", sagt Becker.

Vorstandschef Bernd Hoffmann will auch für den Fall des Abstiegs weitermachen. "Ich habe zu keiner Sekunde an Rücktritt gedacht. Wir haben eine Verantwortung im Vorstand, den Verein auch durch eine Krise zu führen. Selbstverständlich würde ich auch anbieten, die Suppe auszulöffeln", sagte Hoffmann dem NDR.

Für den Fall der Zweitklassigkeit sei bereits ein "Plan B" erstellt worden, wobei der Erhalt einer konkurrenzfähigen Mannschaft oberste Priorität habe. Ebenso wichtig sei die Sicherung der mehr als hundert Arbeitsplätze beim HSV. "Huub Stevens ist zur richtigen Zeit gekommen. Wir werden mit ihm die Klasse halten", sagte Hoffmann.

Quelle: ntv.de