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"Nicht erklärlich" Ermittlungen gegen Bach

Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung gegen IOC-Vizepräsident Thomas Bach. Wie die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, geht es um Sachzuwendungen von Mercedes-Benz an das Fechtzentrum in Bachs Heimatstadt Tauberbischofsheim. Von 1995 bis 1999 sollen insgesamt 1,7 Mio. DM Steuern unterschlagen worden sein.

Ermittelt werde gegen 14 Personen, darunter der frühere Leiter des Fechtzentrums, Emil Beck, sowie Georg Denzer, Landrat des Main-Tauber-Kreises und zur Zeit noch Vorstand im Fechtclub Tauberbischofsheim. Grund sei die private Nutzung von Autos des Sponsors für das Fechtzentrum ohne Ausgleichszahlung von Steuern.

Bach kann sich "nicht erklären, wie mein Name im Zusammenhang mit Ermittlungen betreffend Fahrzeuge im Fechtzentrum Tauberbischofsheim genannt werden kann". Der Fecht-Olympiasieger von 1976 war bis Mitte der 90er Jahre Vorstandsmitglied in seinem Heimatverein, "aber auch zu dieser Zeit habe ich kein Fahrzeug zur Verfügung gestellt bekommen". Als IOC-Mitglied fahre er zwar "seit vier oder fünf Jahren" Autos des IOC-Sponsors DaimerChrysler "zur Wahrnehmung ehrenamtlicher Aufgaben". Doch habe er den geldwerten Vorteil stets korrekt versteuert, betonte der Jurist und Wirtschaftsanwalt Bach.

Auch Denzer bestreitet, je ein Auto aus der Flotte des Fechtzentrums gefahren zu haben, die früher bis zu 60 Fahrzeuge umfasste. Er werde sich "mit allen Mitteln" gegen "diese Verleumdung und Rufschädigung" wehren. Jürgen Ansel, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Fechtclubs Tauberbischofsheim, räumte ein, es gebe seit längerem "Differenzen mit der Finanzverwaltung" über die Besteuerung der Autos.

Quelle: ntv.de